Schlagwort-Archive: Musik

Bürokratie meets Antiterror-Kampf

Hat mal garnichts mit Bässen zu tun, fand ich aber zu gut, um nicht drüber zu schreiben. Seit dem 1. Februar setzt die Bahn augenscheinlich vermehrt auf präventive Maßnahmen zur Terrorabwehr. In meiner Heimatstadt [[Delmenhorst]] setzt man dafür von ca. 17 – 5 Uhr morgens Kampfbeschallung mit klassischer Musik ein, das soll wohl randalierende Jugendliche fernhalten.

Die [[Bremen|Bremer]] sind uns da natürlich um Längen voraus. Hier setzt mehr auf visuelle Warnung. Also nur damit ihr bescheid wisst, und das gilt gerade für die kommenden Jung-Christen im Mai: Bitte Gewalttaten nur während der erlaubten Zeiten!

german-antiterror

Stöckenwerfen oder „Sozialer Imperativ 2.0“

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da hatte ein Blogger noch die Wahl, was er schreiben wollte und was nicht. Aber dann eines Tages erstarkte in einem fernen Lande ein finsterer Herrscher und schmiedete

ein Stöckchen, sie zu knechten,
sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Blogosphere, wo die Blogger drohn.

Okay, genug vom verballhornten Tolkien! Thema des Tages: Konzerte. Ähm, ja ich bin aus Kostengründen ja ein seltener Konzertgänger, aber bitte:

Was ist das erste Konzert, auf dem Du gewesen bist?

Wenn ich mal die Operettenbesuche mit Oma weglasse, dann war mein erstes Konzert „Die Ärzte“ mit der „Ich ess Blumen“-Tour, die waren damals noch in unserem kleine Kaff (Delmenhorst) in der Delmehalle. War schon cool. Da war ich glaube 13 oder so. Also schon ein Weilchen her.

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Stöckchen: Top 10 of your life

Nachdem Olaf das Stöckchen vom Henning gefangen, genommen, geraubt und mir ungefragt zugeworfen hat, möchte ich hiermit den Staffelstab aufnehmen und meine „Top 10 of my life“ zum Besten geben.

Naja als Musiker müsste ich jetzt wohl hochtrabendes bringen, aber wie in der Realität, hat auch bei mir gerne das Einfachere mehr Erfolg. Die Liste ist wertungsfrei und hat keine bestimmte Reihenfolge 🙂

1. Steve Miller Band – The Joker

Das erste Mal hab ich Song vor mehr als zehn Jahren auf der Bühne gebracht, und seit dem immer wieder gerne. Der ist so stumpf, das man sich voll austoben kann.

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Bassisten im Sommerinterview!

So, der Sommer ist zu Ende, naja wenigstens der meterologische Sommer. Zur Beendigung der großen Sommerlochs, hab ich mich dazu entschieden einfachmal ein kleines Ring-Interview zu starten.

Daran beteiligt sind (hoffentlich) die bekannten oder bestenfalls noch nicht bekannten Blogger aus der Bass-Szene:

Ich fange einfach mal an und gebe das dann weiter an Carsten von casa-rock.de. Die Fragen gibts hier als txt-Datei.

Vom Bass…

1) Wie lange fröhnst du schon der tieftönenden Leidenschaft?

Oh! Moment, Gitarre hab ich irgendwie mit 12 angefangen und der erste Bass kam dann kurz vorm Führerschein. Da ich 31 bin, muss das also so ca. 14 Jahre her sein. Abgesehen von einer sechsmonatigen „Ich hab die Schnauze voll“-Pause hab auch durchgehend am Bass gehangen und die Gitarre spiele ich allerhöchstens noch mal zu Hause für mich oder meine Kids.

2) Aber warum ausgerechnet Bass? War das freiwillig?

Nein, natürlich nicht! Ich war auf der Suche nach einer neuen Band, aber Gitarristen gabs zu Hauf. Irgendwann hiess es halt schlicht „Wir brauchen aber einen Basser“ „Nie und nimmer, das sind doch Grobmotoriker!“ Naja, mein Widerstand hielt etwa zwei Tage, dann bin ich in den nächsten Laden gegangen und hab mir meinen ersten Pearl-Bass gekauft. Wir beide haben uns aber an einander gewöhnt und mittlerweile würde ich den nicht mehr abgeben wollen.

3) Wieviele Instrumente hast zu schon gehabt und welches war oder ist ein Lieblingsinstrument?

Also Gitarren waren wohl so ein halbes Dutzend von der Akkustischen, 12er, E und Flying-V alles dabei. Aber wichtiger wären halt die Bässe. Insgesamt müssten das 9 oder 10 Bässe gewesen sein. Teils nur sehr kurz, aber am längsten hab ich wohl meine 6-Saiter (Dean Edge Q6) gespielt. Mein Lieblingsbass ist aber immernoch der Mayones BE-5, mein polnisches Schätzchen, geiler Klang und super bespielbar, darf aber soweit ich weiss nicht mehr in Deutschland verkauft werden, da die abgespeckt als Fame Baphomet verkauft werden.

4) Was macht für dich Bassisten aus?

Wer hat sich denn die Frage ausgedacht? Stereotypen bedienen? Naja, für mich sollte der Bassist eher songdienlich spielen und nicht versuchen über Gefrickel den Rahmen zu sprengen. Je größer die Band desto vorsichtiger muss man da wohl sein. Bassisten sind für mich gerne der „Jack-of-all-trades“, sprich also in vielen Stilen zu Hause, aber das muss natürlich nicht so sein.

… über das Blog …

1) Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ganz ehrlich? Mein Chef hat gesagt „Richtet euch sowas mal ein, dass übt!“ Also hab ich mir ein Thema gesucht über das man mal schnacken könnte, da ich kein klassische Online-Diary tippen wollte. So ganz durchhalten kann man das nicht, aber die Tendenz stimmt wohl.

2) Wen möchtest du erreichen? Und wieviele Besucher hast du?

Dass ein Bass-Blog wohl auf Bassisten zielt liegt in der Natur der Sache, aber ansonsten schaut ja vielleicht auf der eine oder andere hier rum. Die Besucherzahlen sind zurzeit recht übersichtlich, seit Beginn des Blogs im Mai war so ca. 3.500 Besucher hier, also ohne Robots, Spider, Scripte und so. Ich bin zufrieden.

3) Hast du einen Lieblings-Blog? Also Nicht-Bass-Blog!

Beruflich lese ich natürlich viele SEO-Blogs, schaue aber ab und zu bei Interessante Zeiten, Panschi oder Spotblogs rein.

… zum Menschen!

1) Was hörst du privat für Musik?

Interessanterweise ganz selten das was ich gerne spiele :-> Ergo: Ich spiele gerne Jazz, aber in meinem CD-Player ist das fast nie zu finden. Immer wieder ihren Weg finden sämtliche Sting-Scheiben, die Dire Straits oder Toto. Wobei ich auch das letzte Album von Laith Al-Deen recht ordentlich fand.

2) Auf der Bühne- Lied zu Ende – Applaus! Wie ist das Gefühl?

Unbeschreiblich! Ich muss dann immer grinsen von einem Ohr zum anderen und kann das Ganze einfach nicht unterdrücken, aber da hilft am Amp schrauben oder auf dem Boden gucken, dann siehts nicht ganz nach debiler Idiot aus. Ist zwar in letzter Zeit zu selten, aber dafür mache ich Mucke!

3) Hand auf Herz! Wie ist der Mensch hinter dem Blogger?

Jetzt wirds persönlich? Naja okay, das Bass-Blogger ist 31, verheirat seit 5 Jahren und hat zwei Kids (7 und 3). An und für sich könnte man mich wohl als Langweiler bezeichnen. Ich brauch keine spezielle Action, sondern hänge auch gerne mal auf Sofa ab und lese. Musik kommt in letzter Zeit wohl etwas zu kurz, leider, aber das kommt sicher wieder. Wenn ich nicht am Rechner oder am Bass hänge, spiele ich gerne Spiele wie Ligretto, Bohnanza oder Catan. Beruflich? Naja nach meinem Entschluss nicht Musik zu studieren, sondern Lehramt (Englisch und Theologie), hab eine Lehre als IT-Kaufmann gemacht, war Administrator, Supporter, Software-Vertrieblicher und arbeite jetzt als SEO bei Construktiv. So! Mehr verrate ich nicht….

Ein kurzer Kommentar oder ein Trackback wäre wohl die eleganteste Lösung, damit ich die Antworten der anderen auch mitbekomme:)

Tim

Basslines auf die ZWLF: Grönemeyer 2007 in Bremen

Ich hatte gestern das ungewöhnliche Glück gehabt von einem Kollegen zwei Karten für Herbert Grönemeyer geschenkt zu gekommen. Zwar bin keiner seiner größten Fan, aber die Klassiker kenne ich halt schon.

 

Leider war das Weserstadion leidlich schwach verkauft, also nicht das Stadion, sondern die Karten. Der Innenraum bot noch relativ viel Platz. Gut da ist dann das Gedränggel geringer, aber die richtige Stimmung kommt nicht auf.

 

Angefangen hat Herbie pünktlich 20:15, nach der Tagesschau, mit zwei neuen Stücken der 12. Die wie fast alle Stücke des neuen Album, nicht so gut ankam, da kaum jemand die Texte kannte. Es folgte „Sie mag Musik nur wenn sie laut ist„. Und spätestens nach diesem Lied wusste jeder wer der Bass-Mann an Herbies Seite ist: Norbert Hamm. Der im niedersächsischen Stade geborene Bassist überzeugte durch sanft aufgebohrte Bassläufe. Genau richtig, dass der Groove unglaublich gepusht wurde ohne den Rest der Band an die Wand zu spielen. Immerhin spielt er schon seit 1983 in der Grönemeyer-Band und ist ganz nebenbei noch Co-Produzent.

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Buch-Tipp: Das wohltemperierte Gehirn

Heute mal was ganz anderes, legt den Bass beiseite und nutzt doch mal wieder die Zeit für ein gutes Buch. Meine Empfehlung, wenn denn sogar einen gewissen Lerneffekt haben soll:

Robert Jourdain – Das wohltemperierte Gehirn. Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt

Das Buch beschreibt auf unglaublich humorvolle und gut zu lesende Art und Weise wie Musik entsteht, sowohl physikalisch, biologisch als psychologisch. In seiner Aufteilung liesst dich das dann etwa so:

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