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Horst Köhler besucht Warwick – Kritik & Ausbeutung

Na das ist doch mal eine Nachricht! Der Bundespräsident besuchte die größte deutsche Bassschmiede Warwick. Und zwar mit einer Mission – Lob für die Mitbestimmung der Mitarbieter.

Warwick als Ausbeuter?

Nun hagelt es aber nicht nur das dicke Lob – ganz im Gegenteil. Kritik kommt es aus allen Ecken! Die Gehälter seien nicht nur unverschämt niedrig, sondern sogar sittenwittrig schreibt Ulf Weigelt im Stern. 20 Urlaubstage bei einer 6 Tage-Woche und üblich sei es nur 10 – 15 zu nehmen.

Stefan Kademann von der IG Metall Zwickau dazu:

„Warwick hat verhindert, dass wir dort einen Betriebsrat gründen“ […] „Das ging sogar so weit, dass die ihre Mitarbeiter nicht rausgelassen haben, als wir vor dem Werkstor Flugblätter verteilt haben.“

Den ganzen Bericht gibt im Stern. Wer so etwas unterstützen will muss es wohl selber entscheiden! Traurig ist, dass vermutlich auch diese Firma argumentieren würde, dass die Kosten an den Endkunden – also uns – weitergegeben werden müsste, was die Existenz von Warwick gefärden würde. Ich glaube nicht, dass die Gewinnspanne soooo gering ist!

(danke an @bauhausmensch)

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Flea bringt nun den Fleabass

Was muss ich gerade bei BassNews lesen? [[Michael Balzary]], besser bekannt als Flea, von den Red Hot Chili Pepper bringt nun die sogenannten Flea-Basses auf den Markt. Dazu passend dann auch gleich die Lehr-DVD für Slap-Einsteiger.

Laut eigener Aussage (Homepage) wird angeblich jeder Bass von Hand abgericht und verlässt nicht das Werk bevor er „great“ ist. Na das lässt ja hoffen.

fleebassInteressant daran ist ja auch, dass Flea eigentlich nie einem Modell lange treu war, so ist schwer ein Trend auszumachen. Flea spielte Fender, Modulus, Wal, Spector und vorallem natürlich MusicMan-Bässe. Denen sieht der Fleabass auch noch am ehesten ähnlich.

Weiteres Highlight der Bässe: Die werden in Voll (34“) und 3/4-Mensur (30“) angeboten. Das kennt man ja sonst eher aus der Kontrabass-Ecke. Die Farben widerrum sind eher grell bis „quitischig“!

  • “Sunny Bass” (orange with yellow)
  • “Water Bass” (blue with orange)
  • “Punk Bass” (green with pink)
  • “Wild One” (black with white)

Im Moment wirkt der Bass auf mich wie ein Kinderspielzeug, aber das wollen wir dem vielverehrten (überverehrt???) Australien ja nicht vorwerfen. Geht aber auch alles schlichter, als das typische Slap-Gezappel von Flea.

Traumberuf – Bassbauer

Der Votan-Bass von Marleaux ist noch nicht weg, da besteht also noch Hoffnung 🙂 Aber mal ganz davon abgesehen, empfehle ich euch einfach mal einen Besuch auf der Homepage von Marleaux-Basses. Die ist meiner Meinung nach super gestaltet. Ein echter Hingucker, was ja einfach nur die Firmen-Philosophie widerspiegelt.

Etwas versteckt findet man übrigens auch diesen Kurzfilm von Stefan Sobbata, in dem Gerhald Marleaux etwas über seinen Traumberuf erzählt:

Der Bassmacher from Stefan Sobotta on Vimeo.

Zum Ritter geschlagen !

Um auf der sicheren Seite zu sein, hab ich natürlich freundlich angefragt ob ich diesen wunderschönen Roya in der Kopfgrafik verwenden darf. Prompte Antwort von Jens Ritter: „Du kannst sehr gerne alles von meiner Website „klauen“ was du willst!„.

So soll das doch sein, oder ! Nicht nur geile Bässe macht der Mann, sondern hat auch noch nen Herz für kleine Bass-Blogger.

Ritter Roya Bass

Naja, okay die Ritter-Bässe mögen nicht bei jedem Amateur oder Semi-Profi in der Stube stehen, aber dann wäre die ja auch nicht mehr exklusive zu nennen. Wer so ein Schätzchen sein eigenen nennt darf wohl stolz sein – das muss ich einfach zugeben – ich gehöre leider nicht dazu, aber nach dem ersten Lottogewinn werde ich sicher zu erst in der Weinstrasse / Deidesheim auflaufen.

Alle, die die Homepage noch nicht kennen und / oder sich einfach an wunderschönen Bässen erfreuen wollen, denen sein die Homepage von Jens empfohlen.

Ich denke, dass ich naher Zukunft noch mal etwas mehr über deutsche Bassbauer berichten werden, denn warum sollte man immer über den großen Teich schielen, wenn man hier im Lande, aber auch in der Nachbarschaft, einige der geilsten Tieftöner des Planeten finden kann.

So genug Lokalkolorit für heute verbreitet.

Viel (S)Bass !

Euer BassBlogger