Forschungsbericht „CONTACT – Das taktische Rollenspiel“

„Sir, wir haben den Forschungsbericht „CONTACT – Das taktische UFO-Rollenspiel“ abgeschlossen. Es handelt sich definitiv um ein RPG von Uhrwerk-oiden Ursprung und basiert nach unseren Erkenntnissen auf einer PC-Spiel-Serien der 90er Jahre des vergangenen Jahrtausends. Wir haben Ihnen ein Dossier zusammengestellt, welches zur besseren Übersichtlichkeit unterteilt wurde in:

Mit der Erforschung vom „CONTACT-Rollenspiel“ haben wir zur weiteren Erforschung „Spielspaß„, „Komplexes Regelwerk“ und „Alien-Jagd“ freigeschaltet.“

Wer bis jetzt noch mitgelesen hat, hat vermutlich auch die XCOM-Reihe gespielt. Diese wanderte von anspruchsvoller Rundenstrategie bis zu einigen wirklich abstrusen Ablegern immer um die Spezialeinheit XCOM, die sich der Abwehr, Bekämpfung aber auch Erforschung von Aliens widmete.
Pünktlich zu den beiden in diesem Jahr angekündigten Fortsetzung der Spiele-Reihe hat der Uhrwerkverlag bzw. Robert Hamberger das Rollenspiel CONTACT auf den Markt geschmissen. Da ziemlich unbekannt will ich dieses einfach mal etwas vorstellen – angefangen beim Grundregelwerk.

CONTACT – Grundregelwerk / Hardware-Analyse

„Ich suche… CONTACT“ Ob sich die Macher der Spieles bei der Namensgebung über die wohl bekloppteste Frage in einem Rollenspielladen Gedanken gemacht haben, darf bezweifelt werden. Auch Google fällt zu dem Thema doch erstaunlich viel ein…
Aber zum eigentlichen Buch: Für beachtliche 49,99 € erhält man ein gut 320 Seiten starkes Hardcover von wirklich sehr guter Qualität, sogar an ein Bändchen als Lesezeichen wurde gedacht. Das Cover genau wie das gesamte Artwork kommt sehr bunt und comicartig daher und bildet so einen leichten Gegenpol zum komplexen Regelwerk und dem tödlichen Kampfablauf (dazu später mehr).

Viele der Zeichnungen stammen vom Autoren selber und sind auf seiner DeviantArt-Seite zu bewundern. Die Seiten selber sind optisch einen OMEGA-Informationsdisplay nachempfunden und damit durchgehend farbig. An der oberen Kante wird durch eine kleine „LED“ markiert, ob es sich um einen allgemeinen, optionalen oder geheimen Inhalt handelt. Erstere sind für Regeln und Setting, letzterer enthält Spielleiter-Informationen. Dass sich teilweise blaue Bilder zwischen Roten Informationen oder rote Gegenstände zwischen grünen Seiten befinden ist dagegen etwas ungünstig.
Farb-Leitsysteme sind ein vorherrschendes Thema im Regelwerk, so werden alle Ausrüstungsgegenstände beispielsweise farblich markiert, um so die Fortschrittlichkeit (überholt bis ausserirdisch) darzustellen. Praktisch und schnell zu begreifen.

Ingesamt fällt auf, dass das Setting sehr viel Platz im Regelwerk einnimmt, das Regelwerk als solches aber mit Charaktererschaffung, allen Varianten und Zusätzen mindestens genausoviel. Etwas detailierter in dieser Grafik:

 

Das UFO-Setting von CONTACT

Das Setting des Rollenspiels wird auf der Erde des Jahres 2047 gespielt (exakt 40 Jahre nach dem ersten Erscheinen des Rollenspiels als freie Variante „OpenKore“). Damit gehört es zu den Near-Future-Rollenspielen wie beispielsweise Cyperpunk oder ShadowRun. Und wie in diesen beiden spielt die bemannte Raumfahrt kaum noch eine Rolle. Die Welt von CONTACT hat sich konsequent weiterentwickelt zu großen Konzernen, ungerechter Resourcen-Verteilung mit Kriegen und Klimaveränderung – wir haben es ja immer gewusst. Dabei ist es aber weder so fantastisch wie Shadowrun noch so dystropisch wie Cyperpunk. Cyberware – hier BioMod genannt –  wenn gleich vorhanden, spielt lediglich eine untergeordnete Rolle (ca. 5 Seiten).

Die Gefahr aus dem All ist den meisten Menschen nicht wirklich bewusst und damit das so bleibt hat die Weltgemeinschaft die Organisation OMEGA gegründet. Als Mitglieder dieses Haufens ziehen die Spieler nun auf Abenteuer und versuchen Aliens auszuschalten oder gefangenzusetzen.
Dass sich das Spiel ein „taktisches UFO-Rollenspiel“ nennt ist dabei Programm, denn die Mehrzahl aller Abenteuer sind deutlich kampforientiert, was nicht heisst, dass eine MiB-Spielweise mit Vertuschen und Intrigen nicht auch möglich wäre.

Wirft man einen Blick auf die Aliens – Vorsicht Information ist TIEFDUNKELROT! – so sieht man, dass hier kaum aus dem ursprünglichen Repertoire der PC-Reihe entliehen wurden, sondern sich der Autor neben einigen Eigenentwicklungen aus der Popkultur bedient hat, so gibt es die Zetas (Roswells Graue), Doppelgänger (Das Ding…) oder Jaberwocks (Alice im Wunderland). Aber seien wir ehrlich: Elfen und Zwerge sind auch kein Ausbruch am Fantasie, oder? Einzig die spielbare Rasse der Kinder der Mu kommen etwas fantastisch daher und wirken wie aus einen Manga gefallen (siehe Coverbild – linke Figur).

Besonderes Schmankerl ist übrigens der Bereich der Wirtschaftsimulation und des Basenausbaus, hier können die Spieler sich selber in die Kampagnenentwicklung einmischen und wie in der Vorlage ihren eigenen Stützpunkt aufbauen.

Weiter mit dem Thema Charakterentwicklung geht, wenn wir genug Forscher eingestellt haben.

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2 Kommentare zu “Forschungsbericht „CONTACT – Das taktische Rollenspiel“”

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