Werbekommentare – Pest der Blogosphäre

Es langt! Also das muss mal gesagt werden – selbst wenn ich vom Kernthema abweiche! Seit einem Jahr beschäftige ich mich nun mit dem Thema Blogs, sei es als Admin, Autor, Gastschreiberling, (Re-)Designer oder in beratender Funktion. Dabei umspannen die gut ein Dutzend Blogs Thema wie Musik, Hobby, Sport, Gadgets, Tiere(†),… und halt auch Berufliches (SEO).

In letzter Zeit werden aber die Kommentare deren einziger Sinn und Zweck die Verbreitung von Links zu sein scheint immer mehr. Ich rede da noch nicht mal von den vielen Spam-Kommentaren, die von irgendwelchen Bots eingetragen werden. Dafür hab ich schließlich SpamKarma, welches sehr effektiv arbeitet. Nein, es geht mir um die Kommentare, die von Shop-/Homepagebetreibern gezielt gesetzt werden. Da gibt es zwei generelle Typen zu unterscheiden:

Typ I: Der Anchortext-Jäger

Was ein Anchortext ist will ich an dieser Stelle garnicht nochmal durchnudeln, das kann man selber nachlesen. Soviel: Was im Linktext steht spielt eine Rolle bei der Bewertung der Zielseite. Also fangen plötzlich Kommentatoren an und schreiben Ihre Einzeiler („Toller Beitrag“, „Finde ich auch!“) und nennen sich dann einfach „Gitarren-Shop“ oder „Günstige Instrumente“. Was sollte man mit diesen Typen machen? Drei Möglichkeiten:

  1. Den Autoren-Namen auf „no-follow“ setzen, wie es z.B. Casa macht!
  2. Die Homepagelink nicht mit den Namen verlinken, sondern mit einer separaten Grafik oder einem Text („Homepage“ oder).
  3. Radikal löschen! Wer so dummdreist kommentiert, hat in meinem Blog nichts zu suchen. Wenn ein Kommentar dann noch nicht mal mir, meinen Lesern oder dem Beitrag einen Mehrwert bietet, gibt es keinen Grund den bestehen zu lassen. Das gilt natürlich nur für Linktext-Jäger, nicht für „normale“ Kommentare.

Typ II: Der Backlink-Jäger

Jeder Link auf meine Seite stärkt meine Domain! Okay, soweit in Ordnung, aber dass sich nun dadurch einige veranlasst sehen, sich auf die Suche nach Blogs oder Foren zu machen, um dort sozusagen ihre „Duftmarke“ zu hinterlassen ist daneben. Sucht man nach „Thomann Forum“ findet man auf Platz 1 den Bass-Blogger. Dies führt aber dazu, dass ich spätestens im Wochentakt die Kommentare da nach diesen Backlink-Sammlern durchsuchen muss. Wenn es ein schlichter Tipp ist, vielleicht okay. Aber sich im vollen Bewusstsein dreist einzutragen, um auf dem Instrumentenriesen rumzuhacken und dann drei Minuten später unter anderem Namen seinen eigenen Shop als Alternative anzubieten ist inakzeptabel. Und das passiert (mir) nicht selten. Der eine Kommentar der da noch zu finden ist sollte eine Art Warnung/Hinweis sein – zwecklos! Wie sollte man hier vorgehen?

  1. Alle Links in Kommentaren auf no-follow setzen! Was vielleicht etwas radikal ist, den so werden auch gute Hinweise abgestraft, die es nicht verdient haben.
  2. Links händisch entfernen! So mache ich das zurzeit, wenn ich einen Beitrag für erhaltenswert halte.
  3. Entsprechende PlugIns verwenden, die da etwas mehr Flexibilität erlauben.
  4. Vermeiden in Listen von „Follow-Blogs“ zu erscheinen und sich erst recht nicht da eintragen!

Ich halte es übrigens für völlig legitim, so einem Kommentator stumpf vor den Bug zu schiessen. Denn nur so kapiert er, dass das seine Aktion gänzlich nach hinten losging und er sich stattdessen der Lächerlichkeit preisgegeben hat.

 

Ist es denn nun generell schlecht als „Gewerblicher“ mit Blogs zu arbeiten?

Um Gottes Willen NEIN! Ich halte die Zusammenarbeit von Privaten Blogs und kommerziellen Blogs/Homepages/Shops für absolut in Ordnung. Was sollte dagegen sprechen, hobbymässige Begeisterung und professionelles Fachwissen zu vereinen? Aber bitte richtig! Nicht wie oben beschrieben. Gastbeiträge oder Gewinnspiele sind super dafür und kein (kaum einer) Blogger wird etwas dagegen haben, wenn er freundlich gefragt wird. Vorallem wenn der Shop mehr Alleinstellungsmerkmale hat als „Zwei Container Sperrholz-Bässe mit einer UVP von 999€„).

Abgeregt!

Tim

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3 Kommentare zu “Werbekommentare – Pest der Blogosphäre”

  1. Amen. Kennst du den Herrn Bot Schiffsbeteiligungen24?

    Wenn der Kommentar wirklich rein gar nichts hergibt, lösche ich ihn. Wenn er wenigstens sich die Mühe gibt, einen passenden Kommentar zum Beitrag zu schreiben, lösch ich nur die URL raus. Mittlerweile ist da meine Hemmschwelle recht tief (im Gegensatz zu Eingriffen in Forumsdiskussionen, wo ich generell lieber die Diskussion laufen lassen – mehr dazu in meinem Gastbeitrag hier auf Bass-Blogger).

  2. Seit dem ich bei mir do-follow eingerichtet habe bin ich noch freizügiger geworden im löschen von links. Ganz sicher gelöscht werden z. B. Kommentatoren die sich „Hausaufgabenweb“ nenen o. Ä. Keine Rabenmutter der Welt nennt ihr Kind Hausaufgabenweb… 😉 Ansonsten freut sich auch die Akismet-Blacklist über Neuzugang, und wer weiß wann Google auf Akismet Daten zurückgreift und eben diese Vögel aus dem Index schießt!

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