Stöckenwerfen oder „Sozialer Imperativ 2.0“

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da hatte ein Blogger noch die Wahl, was er schreiben wollte und was nicht. Aber dann eines Tages erstarkte in einem fernen Lande ein finsterer Herrscher und schmiedete

ein Stöckchen, sie zu knechten,
sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
Im Lande Blogosphere, wo die Blogger drohn.

Okay, genug vom verballhornten Tolkien! Thema des Tages: Konzerte. Ähm, ja ich bin aus Kostengründen ja ein seltener Konzertgänger, aber bitte:

Was ist das erste Konzert, auf dem Du gewesen bist?

Wenn ich mal die Operettenbesuche mit Oma weglasse, dann war mein erstes Konzert „Die Ärzte“ mit der „Ich ess Blumen“-Tour, die waren damals noch in unserem kleine Kaff (Delmenhorst) in der Delmehalle. War schon cool. Da war ich glaube 13 oder so. Also schon ein Weilchen her.

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WordPress 2.3? Nene, noch nicht mit mir!

Das neue WordPress ist raus! 2.3 mit Update-Funktion, verbessertem Editor und eigenen Tagging-Funktion. Leider kann die so gut wie nix und ist obendrein mit keinem aktuellen Tagging-Plugin kompatibel! Das ist bitter, deshalb werde ich noch etwas warten!

Hab schon an meinem Test-Blog ausprobiert und musste dementsprechen da die ganze Funktion abschalten.

Zu schnell, der Bass-Blogger!

Wer braucht schon mehr als zwei Saiten :)

Lee SklarDass es irgendeinen wilden Bassisten gibt, der mit einem Zweisaiter dem Trend der Vielsaitigkeit entgegengeht, war mir ja bekannt. Dabei handelt es sich übrigens um Stig Pedersen von der Band D-A-D (Disneyland after Dark) einer dänischen Rockkombo.

Jetzt hab ich aber zum ersten Mal Bilder im Blog von Leland Sklar gefunden, der den verletzten Mike Porcaro auf der aktuellen Tournee von Toto ersetzt. Dazu gibt es ein sehr interessantes Interview im aktuellen Bass-Professor.

[QUICKTIME http://www.totonetwork.com/files/totonetwork/upload/fender%20_%20bass.mov 352 287]

Direkter Link, falls der obere mal defekt sein sollte!

Die First-Lady des Basses: Carol Kaye

Wer sich die Mühe machen möchte, kann gerne mal versuchen Bassistinnen ausfindig zu machen, die sind aber wirklich rar gesät! Zu den bekanntesten und gleichzeitig unbekanntesten Frauen am Bass gehört immer noch Carol Kaye.

Nie gehört? Dann versuchen wir es doch mal damit:

Carole Kaye

Carol Kaye Rätsel II

Carol Kaye Rätsel II

Oder vielleicht lieber die Titelmelodien von Die Strassen von San Francisco, M*A*S*H, Kojak, Love Boat, Die Cosby Show, Hawaii Five-0, The Addams Family, The Brady Bunch, Ironside, Bonanza, Wonder Woman, oder Quincy

Schon bekannter, oder? Mit mittlweilere 72 Jahren gehört Carol ganz nebenbei auch noch zu den ältesten Aktiven! Allerdings in letzter Zeit hauptsächlich an der Gitarre.

Alleine ein Auszug der Diskographie oder Beteiligung an Projekten würde den Rahmen hier sprengen. Nur die Liste Bass-Einspielungen bei Klassikern wie Simon& Garfunkel, The Door, Beachboy, Joe Cocker und ähnlichen umfasst locker 35 Titel.

1969 verfasste sie das Werk „How to play the Electric Bass„, welches auch heute noch dafür verantwortlich gemacht wird, dass wir vom E-Bass und nicht mehr vom Fender-Bass sprechen – Nichts gegen Leo, aber so einzigartig waren die auch nicht!

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Des Kaisers neue Kleider: Gitarre & Bass

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Die Gitarre und Bass, die über Jahre an ihrem gruseligen Webdesign festgehalten hat, präsentiert sich in neuen Kleidern. Als erstes fallen natürlich die vielen schönen und blinkenden Anzeigen auf, aber schliesslichen müssen Dirk Groll und Konsorten ja auch von irgendwas leben.
Inhaltlich hat sich soviel (noch) nicht getan, aber das wird sicher noch kommen. Aber dafür kann man auch weiterhin Artikel und Sounds aus dem aktuellen und älteren Ausgaben downloaden. Nur aus der Suchfunktion werde ich teils nicht schlau. Aber da ich eh viele Ausgaben habe und die Artikel meistens 40 ct pro Seite kosten, kann ich das verkraften.

Besonders witzig und sinnvoll ist natürlich die aktuelle Aktion „JAM„. Hier kann man sich kostenlos alle möglichen Backtracks (ohne Git, ohne Bass, ohne Drum, etc.) für viele bekannte Stücke runterladen wie z.B. der Police-Klassiker „Every breath you take“ oder demunvergänglichen „Smoke…„.

Aber warum ist die Talk-Seite immer noch das hässlichste „Forum“ des deutschen Marktes?

Egal! Euer Bass-Blogger

Vor 20 Jahren Tod einer Legende: Jaco Pastorius

Jaco PastoriusSucht man bei Google nach „greatest bassist“ findet man auch Platz 1 Jaco Pastorius. Die müssen es ja wissen. Von vielen Bassisten als Bass-Gott verehrt, hat er es zu unglückseeligen Ruhm gebracht. Sicherlich war auch sein früher Tod nicht unmassgeblich daran beteiligt. Erstaunlich, dass gerade der Wikipedia-Eintrag so wenig über Ihn zu sagen weiss.

Im Alter von gerade mal 36 Jahren starb John Francis Pastorius, nachdem sich im Drogenrausch mit einem Türsteher angelegt hatte, der zu Protokoll gab, den psychisch verwirrten Bassisten für einen aggressiven Drogenabhängigen gehalten zu haben. Gerade in den späten Jahren war Jaco für seinen Ausbrüche bekannt. Hierzu gehörte ein Auftritt vor einer Gruppe von (Bass-)Schülern, bei dem er sich an Klavier setzte und das gesamte Konzert durchimprovisierte. Den Bass nahm er nicht mal in die Hand. Zu anderen Anekdoten gehört, dass er ein Konzert abgebrochen hat, um statt dessen auf der Tanzfläche Basketball zu spielen.

Neben seiner beachtlichen Fähigkeit und seinen Exzessen, gilt er als Erfinder des E-Fretless. Seinem bekannten Fender Jazz-Bass entfernte er mit einer Zange die Bünde und lackierte das Griffbrett mit einem handelsüblichen Bootslack. Angeblich hielt das nicht lange, so dass er alle paar Konzerte nachstreichen musste.

jaco pastoriusVon 1976 bis 1981 war Jaco Mitglied von ‚Weather Report‚, wo er bald auch Kompositionen beisteuerte und neben Wayne Shorter und dem vor wenigen Tagen gestorbenen Joe Zawinul zur Leader-Persönlichkeit wurde.

Die Reichweite seines Könnes erstreckte sich von feinfühlig bis abgedreht und von Funk bis Jazz. Bekanntestes Stück seiner Karriere war und ist wohl immer noch „The Chicken„, welches immer wieder gerne von Bassisten in allen Musikgeschäften der Welt gespielt wird. Für mich ist dieses Lied das „Smoke on the water“ der Viersaiter!

Wer jetzt mehr wissen möchte, dem empfehle ich die sehr persönliche Biographie ‚Jaco – The Extraordinary And Tragic Life Of Jaco Pastorius‚ von Bill Milkowski.

Als Video des Tages bringe ich einfach mal „the Chicken“,…. Nein, war ein Schwerz! Mein persönliches Lieblingslied von Jaco ist immer noch Liberty City! Erschienen auf dem Album Punk Jazz. Hier das Tribute der Jaco Pastorius Big Band & Richard Bona:

Und weils so schön ist, leg ich noch mal ein Video nach, auch wenn ich ansonsten was gegen übermässiges Video-posten hab. aber für Jaco mach ich mal ne Ausnahme… Hier noch das dem großen Bassisten gewidmete Lied „Mr.Pastorius„. Wer es nicht erkennt, der freundliche alte Herr ist Miles Davis an der Trompete und der Bassist hinter ihm ist auch nicht ganz unbekannt: Marcus Miller!

Ein FFNde mit „Wir sind die Niedersachsen“!

Ich hab gerade das hier bekommen:

Lieber Herr Charzinski,

[…]
Des Weiteren ist der „Button“ rechtlich geschützt und Sie können ihn leider nicht so auf der Homepage verwenden.
[…]
Vielen Dank für Ihr Verständnis und viele Grüße aus dem Funkhaus,
M. W.

Tja, jetzt bin ich seit 20 Jahren Fan von Radio ffn, aber das hat nun wohl ein ff-ende. Ich kann es ja kaum glaube, da maßt sich doch wirklich ein Sender an für sich ein ganzes Bundesland einzunehmen. Copyrights auf Sprüche, wie schon das McDo „Ich liebe es“ fand ich schon immer affig, aber so was geht doch zu weit, oder? Ist das das Internet und die große Freiheit? Freiheit hat nur wer den richtigen Anwalt hat!

Enttäuscht! Bass-Blogger