Archiv der Kategorie: Bassisten

McCartney ist tot! – Wenn Bassisten Trauer tragen

Paul is deadEs begab sich zu der Zeit als das Internet noch jung war, und Webseiten geduldig! Zu eben jener Zeit, als es entweder um die Verbreitung von Schweinereien oder abstrusen Theorien ging. (Wäre zu überlegen, ob sich da wirklich viel geändert hat…) Da fand mal wieder eine Theorie ihren Weg in die Newsgroups (lange vor WordPress also), die sich mit der einizigen bassistischen Verschwörungstheorie beschäftigte: Paul is dead!

Dabei geht es um niemanden geringeren als den Bassisten der Beatles Paul McCartney. Gemäß den Verschwörern ist Paule 1966 bei einem Autounfall ums Leben gekommen und in der Folge von einem Doppelgänger ersetzt worden. Und die überaus ehrlichen Rest-Beatles haben ab dann immer fleissig versteckte Hinweise für die Fans hinterlassen.

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Chris Squire – 60 Jahre – und nicht leise

Für alle die, die noch nicht das entsprechende Alter haben: Chris Squire hat nicht die Squier-Gitarren bzw. Bässe erfunden! Kulturbanausen :)

Mit “Yes” gehört Chris wohl zu den wirklich langgedienten Bassisten im Geschäft. Immerhin hat er die die Band vor 40 Jahren gegründet und hält noch immer die Namensrechte, da ist er schwer rauszukriegen…Als Bassist sind seine sehr melodischen Lines wirklich ein gewisses Studium wert. Vom der Akzentuierung mal garnicht zu reden.

Ich klau mir mal eben was aus der Wikipedia:

60 Jahre Erfahrung! Wow, da will ich mal hinkommen, naja, so schnell nun auch nicht :) Als Geburtstagvideo greif ich aber mal gut 10 Jahre zurück und krame Owner of a lonely heart,… nein Yes – face to face aus der Mottenkiste, denn es zeigt den typischen Chris-Squire-Bassstyle. Und wenn Ihr dann noch nicht genug habt, ärgert doch auf der nächsten Jam-Session mal den Keyboarder mit Changes

Tim

Chris Minh Doky – Happy 39!

Wer ist am 7.Februar alles geboren, neben dem Pop-Titan und Quoten-Rambo, dem Diedder, hat auch noch der dänische Jazz-Basser Chris Minh Doky heute seinen 39igsten!

1989 ging Doky nach New York, wo er zunächst mit jungen Musikern wie Kevin Heyes, Ben Perowsky, Joey Calderazzo, Curtis Stigers und Larry Goldings auftrat und dann Bassist von Mike Stern wurd.

Schon mal beeindruckend.

Als Vorstellungsvideo hab ich mich für Sanne Salomonsen & Chris Minh Doky – love me still” entschieden, da es wesentlich schöner finde, als endlose Bass-Soli zu bewundern:

Neil Stubenhaus – Das unbekannte Arbeitstier

Man kennt Sie doch die Berühmheiten am Bass, oder? Naja dann sollte einem doch ein Basser mit

  • über 600 veröffentlichten Alben
  • über 60 Gold/Platin Alben
  • 70 Grammy-Nominierungen
  • 20 gewonnen Grammys
  • über 150 Film-Titel (z. B. Matlock, Magnum, Jake und McCabe)
  • Auftritten zusammen mit:
    • Bruce Willis
    • Elton John
    • Joe Cocker
    • B.B. King
    • Quincy Jones

So und? Wer könnte das sein?

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Wo war eigentlich John Deacon?

Ich hab gestern abend, während des Bügelns motivationslos in der Gegend rumgezappt und blieb beim vielversprechenden “Queen – Die Show” hängen. Da unterhielten sich ein alternder, exerfolgreicher Moderator mit einer alternden, exerfolgreichen Metal-Queen und einem alternden, exerfolgreichen Sport-Moderator und fachsimpelten über den Zusammenhang von Warlock und Queen. (Was ein hirnrissiger Vergleich!).

Im Hintergrund hingen die riesigen Portraits der legendären Queen-Mitglieder: Freddy Mercury, Brian May, Roger Taylor und….

Wie, Was? Wo ist John Deacon? War für den Bassisten kein Platz mehr oder wurde der stumpf vergessen? Das kann doch nicht sein. Der einziger der Band, der sich nicht zu der unglückseeligen Reunion-Tour herabgelassen hat wird unter den Teppich gekehrt. Okay, aus den Videos hab sie ihn nicht geschnitten, aber ansonsten verkam er leider zu einer Randnotiz der Band.
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Frau am Bass: Tal Wilkenfeld

Tal Wilkenfeld - TransformationWenn man ein Bild von Tal sieht, denkt man ganz sicher nicht an Frau, sondern eher an Kinderarbeit! Aber nein, die “Kleine” ist schon volljährig, selbst nach U.S.-Massstäben (22 Jahre). Aber dafür gehört sie musikalisch zu den ganz Großen! Nicht nur, wenn man sich die ellenlange Discographie anguckt.

Ihr Erstlingswerk “Transformation” hab ich mir bei itunes angehört und auch schon die ersten Stücke gleich gekauft (nur 7 Titel drauf). Ich bin ja bei Bassisten immer ganz kritisch. Aber Tal stelle ich mir ins virtuelle Regal gleich neben Jeff Berlin!

Wer mehr wissen möchte, sollte dringt mal bei Rolle reinschauen, der uns dieses Ausnahmetalent vorgestellt hat.

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Truth to be Told

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BC

Mein persönliches Highlight ist übrigends der Track “Table for One“! Super arrangiert und unglaublich gefühlvoll!

Ein Blick auf ihre Homepage lohnt sich nebenbei auch noch!

Me’shell Ndegeocello – unaussprechlich guter Bass

1969 geboren in Berlin, aber aufgewachsen in den USA / Virginia gehort Me’shell Ndegeocello (aber auch Me’shell Suhaila Bashir (eigentlich Mary Johnson)) gehört sie heutzutage zu den großen Bassistinnen. Wie so häufig aber recht unbekannt!
Viel Künstler aus Pop und Jazz haben sich schon Ihrem zielsicheren Groove anvertraut, unter anderem: Chaka Khan, Carlos Santana, den Rolling Stones, Prince, Madonna, Paul Simon, David Bowie, Basement Jaxx, Herbie Hancock und Marcus Miller. Letztere natürlich nicht am Bass, sondern an Keyboards und Gitarre, die sie eben so sicher beherrscht wie den E-Bass.

Aufmerksam geworden bin ich auf “Mary” durch ihre Zusammenarbeit mit John Cougar Mellencamp, oder wie er sich zu dem Zeitpunkt auch immer genau genannt hat.
Das Stück “Wild Nights” (darf man leider nicht embedden) ist für mich immer wieder ein Beweis, dass eine Bass-Lauf nicht kompliziert sein muss um zu grooven. Davon ab gewundere ich sowie so Basser die gleichzeitig singen können (… im Gegensatz zu mir!)

Die First-Lady des Basses: Carol Kaye

Wer sich die Mühe machen möchte, kann gerne mal versuchen Bassistinnen ausfindig zu machen, die sind aber wirklich rar gesät! Zu den bekanntesten und gleichzeitig unbekanntesten Frauen am Bass gehört immer noch Carol Kaye.

Nie gehört? Dann versuchen wir es doch mal damit:

Carole Kaye

Carol Kaye Rätsel II

Carol Kaye Rätsel II

Oder vielleicht lieber die Titelmelodien von Die Strassen von San Francisco, M*A*S*H, Kojak, Love Boat, Die Cosby Show, Hawaii Five-0, The Addams Family, The Brady Bunch, Ironside, Bonanza, Wonder Woman, oder Quincy

Schon bekannter, oder? Mit mittlweilere 72 Jahren gehört Carol ganz nebenbei auch noch zu den ältesten Aktiven! Allerdings in letzter Zeit hauptsächlich an der Gitarre.

Alleine ein Auszug der Diskographie oder Beteiligung an Projekten würde den Rahmen hier sprengen. Nur die Liste Bass-Einspielungen bei Klassikern wie Simon& Garfunkel, The Door, Beachboy, Joe Cocker und ähnlichen umfasst locker 35 Titel.

1969 verfasste sie das Werk “How to play the Electric Bass“, welches auch heute noch dafür verantwortlich gemacht wird, dass wir vom E-Bass und nicht mehr vom Fender-Bass sprechen – Nichts gegen Leo, aber so einzigartig waren die auch nicht!

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Vor 20 Jahren Tod einer Legende: Jaco Pastorius

Jaco PastoriusSucht man bei Google nach “greatest bassist” findet man auch Platz 1 Jaco Pastorius. Die müssen es ja wissen. Von vielen Bassisten als Bass-Gott verehrt, hat er es zu unglückseeligen Ruhm gebracht. Sicherlich war auch sein früher Tod nicht unmassgeblich daran beteiligt. Erstaunlich, dass gerade der Wikipedia-Eintrag so wenig über Ihn zu sagen weiss.

Im Alter von gerade mal 36 Jahren starb John Francis Pastorius, nachdem sich im Drogenrausch mit einem Türsteher angelegt hatte, der zu Protokoll gab, den psychisch verwirrten Bassisten für einen aggressiven Drogenabhängigen gehalten zu haben. Gerade in den späten Jahren war Jaco für seinen Ausbrüche bekannt. Hierzu gehörte ein Auftritt vor einer Gruppe von (Bass-)Schülern, bei dem er sich an Klavier setzte und das gesamte Konzert durchimprovisierte. Den Bass nahm er nicht mal in die Hand. Zu anderen Anekdoten gehört, dass er ein Konzert abgebrochen hat, um statt dessen auf der Tanzfläche Basketball zu spielen.

Neben seiner beachtlichen Fähigkeit und seinen Exzessen, gilt er als Erfinder des E-Fretless. Seinem bekannten Fender Jazz-Bass entfernte er mit einer Zange die Bünde und lackierte das Griffbrett mit einem handelsüblichen Bootslack. Angeblich hielt das nicht lange, so dass er alle paar Konzerte nachstreichen musste.

jaco pastoriusVon 1976 bis 1981 war Jaco Mitglied von ‘Weather Report‘, wo er bald auch Kompositionen beisteuerte und neben Wayne Shorter und dem vor wenigen Tagen gestorbenen Joe Zawinul zur Leader-Persönlichkeit wurde.

Die Reichweite seines Könnes erstreckte sich von feinfühlig bis abgedreht und von Funk bis Jazz. Bekanntestes Stück seiner Karriere war und ist wohl immer noch “The Chicken“, welches immer wieder gerne von Bassisten in allen Musikgeschäften der Welt gespielt wird. Für mich ist dieses Lied das “Smoke on the water” der Viersaiter!

Wer jetzt mehr wissen möchte, dem empfehle ich die sehr persönliche Biographie ‘Jaco – The Extraordinary And Tragic Life Of Jaco Pastorius‘ von Bill Milkowski.

Als Video des Tages bringe ich einfach mal “the Chicken”,…. Nein, war ein Schwerz! Mein persönliches Lieblingslied von Jaco ist immer noch Liberty City! Erschienen auf dem Album Punk Jazz. Hier das Tribute der Jaco Pastorius Big Band & Richard Bona:

Und weils so schön ist, leg ich noch mal ein Video nach, auch wenn ich ansonsten was gegen übermässiges Video-posten hab. aber für Jaco mach ich mal ne Ausnahme… Hier noch das dem großen Bassisten gewidmete Lied “Mr.Pastorius“. Wer es nicht erkennt, der freundliche alte Herr ist Miles Davis an der Trompete und der Bassist hinter ihm ist auch nicht ganz unbekannt: Marcus Miller!

Alain Caron – Gefühlvoll am Bass

Alain CaronAlain Caron – apres la pluie

Selbst mit meinen wirklich schwachen Leistungen im Schul-Französisch kann ich das übersetzen mit irgendwas wie “Nach dem Regen”. Gehört hatte ich von Alain eigentlich noch nie bis ich auch die Seite meines französischen BassBlogger-Kollegen gestossen bin. Die Seite bietet viele informationen zu bekannten Bassisten wie Jaco, Markus Miller oder Victor Wooten. Zu meinem Leidwesen allerdings nur in seiner Landessprache und da steige ich nach einigen Eckdaten schon aus.

Da Alain als Bassist hierzulande recht unbekannt ist hier noch mal eben ein paar Daten, wer mehr wissen kann die Homepage besuchen.

Angefangen hat er schon im zarten Alter von 11 Jahren. Auch wenn man er vermuten sollte ist er kein Franzose, sondern Canadier, was aber ja auch Sinn ergibt… Och! Nö, ich werde jetzt nicht den ganzen Text über seine Jazz-Leidschaft und ein Dutzend Alben übersetzen. Geniesst einfach Alain Caron live am bundlosen 6-Saiter:

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