Archiv der Kategorie: Bassisten

Bässe der deutschen Einheit?

So, wieder mal einen Tag der deutschen Einheit hinter uns gebracht. Herzlichen Glückwunsch Deutschland, endlich volljährig! Jeder weitere Kommentar wäre politischer Natur, deshalb verzichte ich drauf!

Aber mal was ganz anderes: Ich weiss von der ehemaligen DDR nicht so wirklich viel, muss ich ja zu geben. Musikalisch noch viel weniger, denn da schwabte ja recht wenig rüber.

Gab es in der DDR irgendwelche bekannten Bassisten? Also jetzt mal ausser vielleicht [[Henning Protzmann]] (Bild) und [[Puhdys|Harry Jeske]]? Und selbst die beiden musste ich nachschlagen!

Bassist mit sechs A? Jamaaladeen Tacuma

Klingt nach Kreuzworträtsel, [[Jamaaladeen Tacuma]] - eigentlich “Rudy McDaniel” – ist aber amerikanischer Jazz-Musiker mit dem E-Bass als Hauptinstrument. Ganz nebenbei wurde er gestern 52. Glückwunsch sozusagen!

In der vom Downtown-Magazin veranstalteten Umfrage “”talent deserving wider recognition” (Talente die man im Auge behalten sollte) die höchste Stimmzahl, die jemals ein Bassist eingeheimst hat. Aber seit 1981 ist viel passiert… nur seit ca. 2000 ist es sehr still um Ihn geworden.

Eine Besonderheit hab ich doch noch: Er hat die einize MySpace-Seite ohne einen einzigen Freund :)

Leider ist meine Soundkarte in Dutt, deshalb muss ich ein Video nach gut Glück auswählen.

Happy Birthday, Mike!

Vorneweg, ja gestern hatte auch [[Leland Sklar]] Geburtstags, und zwar seinen 61. Gut, wie über sechzig sieht er auch schon seit zwanzig Jahren aus mit dem langen Rauschebart. Aktuell ist Leland ja mit Toto on Tour, um den erkrankten [[Mike Porcaro]] zu ersetzen. Wow, und schon die Kurve gekriegt…

Mike Pircaro feiert nämlich heute seinen 53. Geburtstag. Und als bekennender Fan muss das natürlich hier rein. Mike gehört ja, genau wie seine beiden Brüder [[Jeff Porcaro|Jeff]](†) und [[Steve Porcaro|Steve]]zu den wirkliche Topmusikern in der Szene. Den Spitznamen Mr.Time trägt er – meiner Meinung – völlig zu recht. Kein Größenwahn auf der Bühne, sondern immer am Groove. Ich hab Ihn live gesehen war beeindruckt, mit wie wenig Mitteln er grooven kann.

Etwas weniger bekannt ist seine vielfältige Studioarbeit mit Künstlern wie Cher, den Pointer Sisters, Donna Summer oder Aretha Franklin.

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Jeff Corallini: Flinke Finger

Der schnellste Bassist der Welt? Keine Ahnung, aber Jeff Corallini ist zu mindest ganz vorne mit dabei. “Flight of the Bumblebee” von [[Nikolai Rimsky-Korsakov]] ist selbst für geübte Gitarristen schon sehr schwer zu spielen, wenn man dann noch die natürlich Trägheit der Basssaiten einrechnet wirds doppelt anspruchsvoll.

Es reicht dem Herren Corallini auch nicht zu zeigen, dass er dass auf dem 7-Saiter kann, nein, er bringt das Video auch noch für den 6-Saiter und für den 4 -Saiter. Ein Soundvergnügen ist das sicher nicht, denn die tiefen Bassfrequenzen brauchen nun mal Zeit um sich zu entfalten und die ist hier rar.

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Frauen-Power: Mellisa Auf der Maur

Mellisa auf der MaurSo, es ist mal wieder so weit, ich hab lange nichts mehr über Bassistinnen geschrieben. [[Mellisa Auf der Maur]] (nicht Mauer!) gehört mit ihren 36 Jahren wohl zu den wenigen Frauen, die wirklich im bei den ganz Großen mitmischen. Auch wenn der Name es vermuten lässt, Auf der Maur ist nur schweizer Abstammung, lebt aber im kanadischen Montreal.

Neben Ihren Aufnahmen und Touren mit den eher unbekannten Hole, spielte Mellisa bei den [[Smashing Pumkins]] und [[A perfect Circle]].

Im Jahr 2004 veröffentlichte Mellisa Auf der Maur Ihr Solo-Debüt, sinnigerweise “Auf der Maur”, wo sie neben dem Bass auf den Gesang übernahm. Auf Ihrer Homepage kündigt sie zurzeit für 2008 ein multimediales Konzeptalbum an. Na, dann darf man doch mal gespannt sein.

Wer jetzt aber jazzig angehauchte Melodie wie bei Tal, oder funky Grooves à la Lydia erwartet, wird enttäuscht! Die Frau hat richtig Feuer und rockt die Hütte – kann aber auch kanadisch melancholisch.

P.S.: Mellisa hat übrigens einen eigene Blog.

Martin Weinert – Bass mit Tuch

Auch wenns etwas eigentümlich anmutet, so ist Martin Weinert selten ohne sein Markenzeichen – das Kopftuch im agyptischen Stil – anzutreffen. Seit mittlerweile 20 Jahren ist Martin hauptsächlich mit seiner Lebenspartnerin Susan mit verschiedenen Jazzprojekten unterwegs. Das “bekannteste” wohl die [[Susan Weinert]] Band in Zusammenarbeit mit Hardy Fischötter an den Drums. Dadrüber hinaus gibt es natürlich auch viele Solo-Projekt, Workshops,…
In diesem Fall überzeugen die Beiden durch ein wirklich harmonisches Zusammenspiel. Leider ist nicht viel über die Weinerts rauszubekommen, Schade! Man muss Martin aber schon zugestehen, dass er für so eine minimalistisches Line-up die Finger relativ still hält.

Mittlerweile hat das Duo Weinert sage und schreibe drei CDs auf dem Markt (dazu dann nochmal sieben von S.Weinert solo). Wobei ich offen zugeben muss, dass mir die CDs einfach etwas zu abgehoben sind. Die Gitarrenteile sind wirklich schön, aber bei basslastigen Tracks wie “Dance of Joy” vom Album Synergy, muss man sich schon durch die ersten drei Minuten Kontrabass-Solo durchkämpfen.

Oktavsprung: Berliner Bass Ballett

In der Reihe Oktavsprung will ich hier und da mal Bass-Aktion der letzten Jahre vorstellen, die irgendwie in Vergesssenheit geraten sind.

Berlin Bass BallettWas passiert wenn man 1 Kontrabass, 1 Slapbass, 5 Fretless, 3 Drummaschines, 1 Snare und 4 xGesang kombiniert? Richtig man hat einen 16 Spur-Recorder voll. Und das war Anfang der 80er Jahre ja schon fast das Ende der Fahnenstange.

1984 (Hallo, Herr Orwell!) gründete sich das Berlin Bass Ballett um den Bassisten Michael Gebhard. Von den Umfang her war das Internet noch Nirvana und genauso schwer sind auch die Informationen zu erhalten, also versuch zusammen zu tragen was zu finden ist:

  • Das BBB bestand seinerzeit aus vier Bassist/innen unter anderem Anette Kluge (dr.) und Matz Steinke, sowie einem Drummer.
  • Ausserdem haben die fünf den Berliner Rockpreis gewonnen.
  • Und es gab in der Ausgabe 3/1987 der WOM einen Artikel.

Ziemlich wenig muss man sagen! Also lass ich einfach mal Taten sprechen: BIG BASS BOOM, erschienen auf der Bass-Talk I von Bert Gebrecht, übrigens ein echter Reinhörer. Der Titel ist auf 1:20 gekürzt und eigentlich dreimal so lang.

[Audio:http://www.bass-blogger.de/downloads/berlin-bass-ballet-big-bass-boom.mp3%5D

Okay, um Leggings und die 80er Jahre-Frisuren ist es nicht schade, aber die Mucke war für Bass-Pur schon durchdacht. Wenn irgendwer noch mehr sagen kann, dann her mit den Infos!

Tim 

Bassistinnen verzweifelt gesucht

BassistinDie Welt des [[Bass]]es ist groß und bunt und vorwiegend männlich. Klingt nach Klischee, ist aber in eine Tatsache. Weibliche Bassisten stellen bislang immer noch eine Minderheit dar auch wenn ich schon über einige berichtet habe. Ganze oben natürlich meine Quotenrenner Tal und Lydia.

In der aktuellen Ausgabe des BassProfessors wurden nun alle Bassistinnen aufgerufen sich zu melden, ganz gleich welchen Alters, welcher Professionalität und welcher Basserfahrungen. Dann soll wohl ab demnächst eine Serie entstehen. Finde ich persönlich doch mal eine gute Idee auch wenn ich bezweifel, dass dieses Spotlight mehr Frauen an den Bass bringt, denn die lesen das ja nicht. Nichtsdestotrotz eine unterstützendswerte Aktion.

Ich würde an dieser Stelle gerne mal alle weiblichen Leser zu einem Kommentar bitten, denn da kenne ich keine Einzige!

:(

Tim

Bassical Correctness: Bass & Religion

Am 19. diesen Monats hat einer der bekannten Bassisten unserer Zeit Geburtstag: Billy Sheehan. Da ich ja den Ansatz habe, wenigstens etwas zu recherchieren und nicht nur althergebrachtes widerzukäuen, hab ich mich da etwas schlau gelesen.

Was ich vorher nicht gewusst hab: Billy ist Scientologe! Sowas ist in den USA eine extremere Aussage als hier zu Lande. Dennoch hab etwas Probleme damit. Was ich sicher nicht sagen möchte, ist das er sich seiner Sache nicht sicher wäre. Er tritt in Interviews sehr bewusst zu dem Thema auf, denn immerhin ist er seit 37 Jahren Mitglied der Scientology. Was mich an dieser Sekte/Kirche stört ist einfach der Alleingültigkeitsanspruch und das extreme Gewinnstreben, wobei man dem Vatikan da ggf. ähnliches vorwerfen könnte.

Wie würdet Ihr damit umgehen? Sollte man das einfach ignorieren und nur sein Talent in den Vordergrund stellen oder kann und darf man einen Menschen nicht als unabhängiges Facettenkunstwerk betrachten.

Ich bin auf eure Kommentare gespannt.

Hier das erste von vier Interview-Teilen zum Thema:

Billy agiert übrigens trotz seiner langen Mitgliedschaft gerade mal als OT3 (Operierender Thetan der dritten Stufe von acht)