Archiv der Kategorie: Bassisten

Verwechslungsgefahr Daryl Johns ./. Darryl Jones

Da lese ich gerade bei Jonas von einem 12jährigen Ausnahmetalent am Kontrabass und denke noch, den Namen kenne ich doch irgendwoher. Aber nein es ist nicht der selbe.

Daryl Johns (1x “r”) ist gerade mal 12 Jahre alt und spielt Kontrabass in einer Liga, die ich nie hatte und auch nie erreichen werden. Beachtlich! Der Kleine ich voll im “Mucke auf dem Handy ist geil”-Alter und spielt statt dessen lieben mit seinem eigene Trio Jazz vor begeistertem Publikum.

[[Darryl Jones]] (2x “r” / *1961) dagegen ist schon lange im Geschäft und spielte schon mit Größen Herbie Hancock, Bill Evans, Scofield und Co. Nebenbei spielt er auch seit dem Ausstieg von [[Bill Wyman]] den Bass der Rolling Stones.

Andre Giese » ein “Scheiss”-Bassist?

Blogger-Regel I: Provozieren!
Nun aber schnell, bevor der Anwalt um die Ecke schielt: Natürlich ist “Gigi” nicht Scheiße, sondern Hasenscheisse. Hasenscheisse? Ja, die Band aus Berlin, ist nur den Wenigstens bekannt, dabei haben sie immerhin schon das zweite Album veröffentlicht.

Andre Giese (33), der seit dem zweiten Album der Band mit dabei, weiss wirklich zu überzeugen, den die Basslinien sind weit von “stumpf” entfernt, sondern wirklich kreativ. Einen Besuch auf der MySpace-Seite des Bassisten, Gitarristen und Komponisten kann ich nur empfehlen, denn was man da auf die Ohren bekommt, ist so völlig anders, als der spassige Hasenscheisse-Sound, denn er scheint eine besonderen Faible für Tango, Klezmer und orientalische Sounds zu haben. Sounds generell sind eh das Leben des Studenten der Audiokommunikationen.

Weitere Infos unter:

Und noch ein paar Wort zu “Für ein Hand voll Köttel”

Nach dem Debütwerk “Für eine Hand voll Köttel” erschien “Für ein paar Köttel mehr“. Stylitisch liegt Hasenscheisse irgendwo zwischen [[LARP]]-geeigneten Barden-Liedern und deutschen Liedermachern.
Gänzlich sinnbefreite Texte und eine bewusst amateuerhafte CD-Produktion mit Timingfehlern und ellenlangen Outtakes, täuschen aber schnell über das musikalische Niveau hinweg. Kaum ein Song kommt ohne Timing-, Rythmus- und Tonart-Wechsel aus. So schafft des der Song “Himmel und Hölle” auf immerhin drei Taktwechsel innerhalb von 8 Takten, das ist schon schwer genug. Wer mal versucht die Stücke nachzuspielen, wird meistens schon am extrem verschachtelten Text wenn nicht an der Berliner Schnauze scheitern. Wenigstens stellt die Band viele Texte und Akkorde auf der Homepage bereit.

MacGyver am Bass

Würde man mich fragen, wer eher der Held meiner Jugend war MacGyver oder Pastorius, würde ich wohl ohne zu überlegen, sagen: “Who the **** is Pastorius!
Durch seinen Kommentar hier im Blog hat sich “MacGvyer” nun aber auch als Bassist geoutet.

Aber mal im Klartext, eigentlich ist es weniger Angus MacGyver, sondern vielmehr Col. O´Neill von Stargate. Beides [[Richard Dean Anderson]], aber einmal gesprochen von [[Michael Christian]] und einmal von [[Erich Räuker]]. Und gerade letzterer ist Bassist. Mir hauptsächlich bekannt durch seine Mitarbeit beim “Berliner Bass Ballett“, deren Sachen ich schon extrem cool fand. Seit den 80er Jahren hat sich aber der Broterwerb etwas geändert und nun gehört er in die Riege deutscher Synchrosprecher, die immerhin zu den besten Weltweit gehört. So leit er neben oben genanntem noch Major Paris von der Voyager die Stimme, sowie mehreren hundert weiteren Filmhelden!

So wurde dann wohl der Bass zum Hobby, übrigens Modulus, Fender-Fretless und einen 6-String von Warwick. Immerhin gewann er dreimal den “Berliner Senatsrockwettbewerb”. Da kann man sich schon mal was Neuem widmen! Neben der Synchronarbeit gibt es auch noch Hörspiele, z.b. in der Lauscherlounge.

Einen Einblick ins das einzigartige “Berliner Bass Ballett” hat wir hier ja schon.

P.S.: Übrigens auch Richard Dean Anderson war schon Musiker und spielte in einer Band namens “Ricky Dean and Dante”, allerdings Gitarre und Gesang… So zerplatzen Träume!

Simone Vignola – Nicht nur ein Supporter

…und zwar für Richard Bona auf dem European BassDay (@BassDay) am 15. Nov.
Der Bassist und Sänger aus Campania (Italien) hats wirklich in den Finger, kann man nicht anders ausdrücken. Sein neuestes Werk gibt es als Video und kostenlosen Download. Okay, sein LoveSong hat nicht gerade [[Spandau Ballet]]-Kuschqualitäten, aber was solls!

Etwas später bringe ich dann noch ein Interview mit dem 22jährigen Simone Vignola.

Happy Birthday – Sahnie

Ich wills kurz halten, sonst kommen die treuen Ärztefans :) Mal im Ernst: Immerhin hat Hans Runge, oder halt [[Sahnie]], mit zwei der bekanntesten deutsche “Punk”-Bands zusammengearbeitet, den Ärzten (vor Hagen) und den Toten Hosen (Studioarbeiten). Da darf er doch mal Erwähnung finden. Was man so liesst scheint aber ja ein ungewhnlichen Talent dazu zu haben sich mit den Bands zu entzweien. Bei ersteren bekannterweise, bei letzteren ging es wohl darum welchen Anteil er nun an einem der Songs hatte.
Interessanterweise verbreitet die Ärztepedia noch einen der neutralsten Einblick.

Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass heute eigentlich nur die subjektive Sicht zur damaligen Situation von Farin Urlaub und Bela B. bekannt sind und Sahnie als Gründungsmitglied der die ärzte die ersten Jahre der Band auch mit geprägt hat.

Wer wirklich schmerzresistent ist, darf sich mal sein Soloalbum “Erzte Sahne” anhören….

Heute arbeitet er als Geschäftsmann bei einem Softwareentwicklungsunternehmen in Malaysia.

Naja, Happy 45!

Jaco Pastorius: Erst als Park – nun Briefmarke

Es klingt absolut irre, aber es ist Wirklichkeit. Im Land der unmöglichen Begrenzheiten wurde im Januar 2009 – in Europa weitgehend unbemerkt – ein Jaco Pastorius Park eröffnet. Vor nicht ganz einem Monat dann das offizielle Jaco Pastorius Community Center.


Hier auf dem Foto übrigens: Felix, John Francis (der lV) und Julius Pastorius bei der Eröffnungsrede.

Der nächste Schritt der drei ist nun die eigene Jaco Pastorius Briefmarke. Dass Musiker auf Briefmarken verewigt werden ist ja auch nicht so selten, zumindest in den USA:

  • John Coltrane (1995)
  • Jimmy Dorsey (1996)
  • Tommy Dorsey (1996)
  • Edward Kennedy “Duke” Ellington (1986)
  • Erroll Garner (1995)
  • Glenn Miller (1996)
  • Charlie Mingus (1995)
  • Thelonious Monk (1995)
  • Charlie Parker (1995)

Nun folgt halt – genau wie beim Park – eine Petition. Nach dem was ich hier sehen kann haben auch schon zwei Personen offiziell unterschrieben, eine davon Ingrid Pastorius.

Ob sich da auch Europäer eintragen können? Ja das geht. Die Aufforderung zum Spenden kann man übrigens getrost abbrechen, die Unterschrift wird trotzdem gezählt.

Geht auch alles per Post… Also: Eine Unterschrift für Jaco Pastorius.

DSDS-Bassist gefunden!!! – Markus Kössler

Die Staffel ist vorbei und er wurde doch noch gefunden, nachdem sich “Achim Rafain” als Sackgasse ergeben hat.

Er hat sogar einen eigenen Blog und selbst wenn dieser extrem anstrengend zu lesen ist, verrät er wirklich interessante Details. Was für “normale” Musiker normal ist, also miteinanderzuspielen, bzw. dem Sänger zu folgen ist in der DSDS-Band tabu:

ls band müssen wir uns auch bedingungslos an das arrangement halten wir dürfen also die fehler der kandis nicht mitmachen,…

Schaut einfach mal durch die Homepage, leider schwer lesbar. Ich versuch mal seine Bio zusammenzufassen:

Geboren 1966, nach Geige und Gitarre kam der Griff zum Bass (mal wieder zu viele Gitarristen).

Danke übrigens an Croco (nettes Template)

Multimediale Bassistin: Melissa auf der Maur

Melissa gehört wohl zu den innovativen Bassistinnen – keine Frage – das hat sie ja schon mit dem letzten Studio-Album “Auf der Maur” bewiesen. Ihr aktuelles Projekt klangt schon futuristisch, leider ist die Veröffentlichung völlig an mir vorbei gegangen. Ende November des vergangenen Jahres ging das gesammelte Material online unter www.xmadmx.com. Die Mischung von Comic, Film und Musik ist schon wirklich was besonderes – auch wenn ich da immer das Gefühl habe, das wäre noch nicht fertig geworden. So besteht der Comic aus einem einzigen Bild.

Das Ganze heisst wohl “Out of our Minds” (OOOM). Dazu kommt Sacred Pulse (Comic, Film, Bilder), Hunters & Healers (Poetry?) und natürlich Obtain (Shop)

Insgesamt gefällt mir was auf der EP präsentiert wird. Kann man auch downloaden oder sich auf der MySpace-Seite anhören.

So klingt das ganze dann:

[AUDIO:http://cache02-music02.myspacecdn.com/28/std_1bc9e32381614625b39a927dfc4599a3.mp3?t=1231412623_baf6119f2517492c8ec28679e5cd50606%5D
Da große Teile der Seite auf Flash basieren, gibt es viele kleine [[Easter Egg|Eastereggs]] zu finden. Ob die Animation alle so gedacht sind, weiss ich aber nicht. Zumindest Melissa scheint multitaskingfähig zu sein:

mellissa-ooom

:)

Avishai Cohen in der Bremer Glocke

Hier ein kleine Zwischenruf für alle Jazz- und/oder Bassfreunde in und um Bremen. Das Avishai Cohen Trio ist nächste Woche in der Bremer Glocke zu bestaunen.

Wer ist Avishai Cohen ?!?

Ich tu garnicht erst so, als wenn ich schon seit Jahren zu seinen Fans gehöre, sondern ich hab den Namen erst im Novemberprogramm der Glocke das erste Mal gehört, etwas recherchert und bin begeistert. Viele Jazzer meinen, man müsse abgehoben sein und bodenständiger, also Standart-ähnlicher Jazz, wäre nur eine Einstiegsdroge. Ich bin da aber eher konservativ. Das Avishai Cohen Trio macht genau das was ich suche und spannt den Bogen vom einfachen ins komplexe auch für mich nachvollziehbar. Einfach zuhören ohne analysieren zu wollen! So ist richtig!

Avishai Cohen ist Bassist, Kompositeur und Band-Leader in Personalunion. Geboren 1970 in Israel, spielt er neben dem Kontrabass (und E-Bass) auch hervorragend Klavier. Beschränkt sich aber meist auch ersteres. Unter anderem spielte er schon mit Größen wie Chick Corea und Herbie Hancock zusammen.

Hier mal zwei Ausschnitte seines Schaffens, einmal klassischer Jazz und einmal etwas mit mehr israelischen Einflüssen. Letzteres gefällt mir sogar noch besser!