Tim und Struppi und das “Geheimnis des Overdone”

Ich “lese” [[Tim und Struppi]] nun seit gut 30 Jahren, vielleicht lag es am Vornamen, dass meine Eltern mit ausgerechnet diese Comics in die Hand gedrückt haben, obwohl beide nie Comicleser waren. Als nun die ersten Gerüchte aufkamen, dass Stephen Spielberg die Kultcomics von “Tintin” verfilmen wollte, war ich doch sehr kritisch und erst die belgische Begeisterung konnte mich davon überzeugen, den Film im Kino anzuschauen – so geschehen gestern abend. Statt in 3D aber in 2D mit vielleicht noch 10 anderen Leuten (am ersten Samstag!).

Nehm ich das Fazit mal vorweg:
- Ist der Film lohnenswert? JA!
- Habe ich mir so die Charaktere vorgestellt? Ja, zu 95%
- Muss man Tim & Struppi-Fan sein, um die Film gut zu finden? Nein, vielleicht sogar besser.
- Ist Spielbergs Tim auch “mein” Tim? Nein!

Aber fangen wir doch vorne an: Der Film beginnt nach einem toll gemachten Intro auf einem kleinen Flohmarkt, wo Tim (ich bleibe beim deutschen Namen) sich gerade zeichnen lässt und zwar von niemand anderen als seinem Schöpfer [[Hergé]] (“Kann es sein, dass ich sie schon häufiger gezeichnet habe? Ja, sicherlich!“). Ansonsten folgt der Film für lange Zeit 100%ig der Buchvorlage, viele Zeichnung kann man 1:1 wieder erkennen – toll! Nach nicht einmal 10 Minuten wird bereits die erste Person von Kugel durchsiebt und ich frage mich, wie der Film eine FSK von 6 Jahren bekommen hat, aber auch das ist in den Comics so, kein Blut – aber Tote und Verletzte.

Besonders schön sind die Kleinigkeiten, wie die Zeitungsausschnitte der früheren Abenteuer, die in Tims Arbeitszimmer hängen. Und hier wurde aufgepasst, es sind wirklich nur die, die vor Band 8 ([[Die Krabbe mit den goldenen Scheren]]) erschienen sind.

Ab irgendeiner Stelle kippt der Film dann aber, und es werden relativ wahllos Bilder und Motive aus anderen Bänden eingefügt, wer Tim & Struppi nicht kennt wird das nicht merken und wirklich schlimm ist das auch nicht, halt alles etwas actionlastiger. Spätestens, wenn der Film komplett von “[[Das Geheimnis der Einhorn]]”(Band 11) zu “Die Krabbe…” (Band 8 ) springt, um dann irgendwann im Einhorn-Nachfolger “Der Schatz Rackhams des Roten” zu Enden, weiss man: So ernst hat der gute Herr Spielberg das wohl doch nicht genommen. Eigentlich bieten die beiden Bände mehr als genug Story für einen ganzen Kinofilm, auch ohne die Wüsten-Episode. Nichtsdestotrotz: Tolle Bilder!

Tim definiert sich eigentlich nur über seine Nebenfiguren, das verrät schon sein Name: “Tintin (fr.) = Nichts oder Pustekuche”. Er hat weder entscheidene Stärken noch Schwächen, keine tieferen Beziehungen, keine Laster oder herausstechende Charaktereigenschaften (ausser seiner Neugierde). Der Film-Tim, aber ist ein ziemlicher Indiana-Jones, mit ausladenden Verfolgungsjagden. Nicht schlimm, nur bringen diese in der Regel nicht die Story voran, sondern scheinen nur den 3D-Effekten geschuldet zu sein, wenn bspw. Tim auf dem Motorrad von einem Panzer verfolgt durch eine orientalische Stadt rasst, um einen Falken zu verfolgen, während eine Flutwelle durch die Kanäle rauscht…. dasselbe gilt auch für den Kran-Kampf oder oder oder. Die Musik von John Williams (Indiana Jones, Star Wars, etc.pp.) tut sicherlich das ihre dazu.

Alle anderen Charaktere (Kaptain Haddock, Schulze & Schutze, Allan Thompson, Nestor, Bianca Castafiore,…) sind dagegen sehr gut getroffen, lediglich Struppi entspricht eigentlich einer viel späteren Version, aber vermutlich kann man dem heutigen Publikum, einen sehr menschlichen und denkenden Hund nicht mehr verkaufen.

Fassen wir zusammen: Tim und Struppi ist eines filmisches Highlight - alleine schon die Szenenübergänge – wenn man einfach nicht die Comics als 100%igen Vergleich heranzieht und sicherlich werde ich mir auch Teil II und III anschauen, nur halt mit einer anderen Erwartung.

Warwick-Interna von Anonymous

Heute flatterte mit ein Brief von “Anonymous” ins Haus. Inhalt: Ein interne Hausmail von H.P.Wilfer an alle Mitarbeiter über den Tag der Tür in Markneukirchen. Wer jetzt nicht weiss, wer das ist, dem Empfehle ich die zurückliegenden Beiträge zum Thema Warwick.

Lieber Anonymous,
gerne möchte ich glauben, dass Herr Wilfer ohne Rücksicht auf Orthographie, Interpunktion und Style schreibt, das habe ich selbst schon in meinen Mails mit ihm kennengelernt. Gerne möchte ich auch vielleicht glauben, dass er Wochenendarbeit wohl für ein unbezahltes Privatvergnügen hält. ABER deine ausgedruckte Mail werde ich hier nicht veröffentlichen, denn das ist viel zu einfach zu leicht zu manipulieren.
Ich habe/werde das Ganze an den Stern weiterreichen, vielleicht will man das Thema nochmal aufnehmen.

Ich hoffe, dass all die Bassisten, die sich damals sehr engagiert haben, dafür Verständnis haben.

Weitere Informationen hier im Blog:

Blackberry-Apps die Zweite, also zwei Apps

Solangsam groove ich mich in das System ein, und warte sogar auf das Erscheinen meiner ersten App in der Blackberry-App-World. Vorneweg bleibt festzuhalten, dass das iPhone die schönere Basis-GUI hat, beim Blackberry wirkt das ohne massives Nacharbeiten immer etwas hausbacken.

Meinem Dice Roller Bag of Dice habe ich mal ordentlich Features verpasst und das ganze auch auf eine halbwegs passende Optik gebracht, dank einige cooler freier Icon von “Turtlegirlman“, manchmal passt es halt einfach.

Daneben ist auch 3D-Archerycount entstanden, ein Blackberry-Schiesszettel für traditionelle Bogenschützen. Die ersten Feld-, also Waldtest sind schon gelaufen und für die Arbeit, die ich bislang hatte bin ich ziemlich zufrieden. Klar, wie in jedem Sport gibt es Sonderfälle wie Doppelhunter, die dem normalen Schema widersprechen und die das System entsprechend auch noch nicht abdeckt, aber irgendetwas wird mir dazu auch noch einfallen. Hoffe ich. Aber derzeit warte ich erstmal was kommen wird, bevor das in die App-World geht.

 

 

Blackberry-Apps – Die Hölle spricht Java

Ich kann es ja nicht lassen, wenn es etwas nicht gibt, so sollte man es doch selbermachen können. So passiert bei meinem Blackberry. Ich habe einfach nur eine Würfel-App gesucht, wie es sie vermutlich zu zehntausenden für Android oder Apple gibt. Aber nein! Für den Blackberry-Bold und alle vergleichbaren Geräte (mit Ausnahme des BB Playbooks) ist die Auswahl ans Apps eh schon armseelig und für einen DiceRoller mit minderwertiger Funktionalität muss ich auch noch Kohle hinlegen, so zwischen 2$ und 5$.

Wir reden ja nicht von komplexer Programmierung! In PHP würde ich das vermutlich in 10 Minuten inkl. einer hübschen GUI zaubern können, also muss das auch für den Blackberry gehen. Flux nen Buch geschossen, per Bucht, da zahlt man kaum was für, scheinen wohl keine Verkaufsschlager zu sein…

Leider hatte ich ganz vergessen, dass der BB auf Java basiert und das ist nicht mal ansatzweise so intuitiv wie gängige Scriptsprachen! In einem frühen Leben habe ich mal C++ und auch Java gekonnt, aber das ist Jahre her, also ab in die Bücherei und ne Java-Referenz zugelegt! 1.200 Seiten mit dem Hinweis, das wäre nur ein erster Überblick. Super! Bin mehrmals kurz davor das ganze Thema at acta zu legen, nur um es dann doch wieder und wieder zu probieren. Fertige Beispielskripte findet man selten und so muss man sich langsam aber sicher durcharbeiten.

Mittlerweile bekomme ich einfache Abfragen zwar hin und mein Blackberry DiceRoller funktioniert sogar ganz gut, aber von eleganter GUI bin ich noch immer weit entfernt, denn schon das Ändern der Schriftfarbe erfordert mehr Zeilen, als ein normales PERL-Skript lang ist!

Mal schauen, was sich so ergibt in der kommenden Zeit, Pläne für Verbesserung der ersten Test-App hab ich genug und eine Schiesszettel-App für Traditionelle Bogenschützen ist auch schon der Mache. Dadrüberhinaus ist es auch nicht ganz trivial seine Apps in die Blackberry App-World zu bekommen, aber auch das läuft bereits.