Bürokratie meets Antiterror-Kampf

Hat mal garnichts mit Bässen zu tun, fand ich aber zu gut, um nicht drüber zu schreiben. Seit dem 1. Februar setzt die Bahn augenscheinlich vermehrt auf präventive Maßnahmen zur Terrorabwehr. In meiner Heimatstadt [[Delmenhorst]] setzt man dafür von ca. 17 – 5 Uhr morgens Kampfbeschallung mit klassischer Musik ein, das soll wohl randalierende Jugendliche fernhalten.

Die [[Bremen|Bremer]] sind uns da natürlich um Längen voraus. Hier setzt mehr auf visuelle Warnung. Also nur damit ihr bescheid wisst, und das gilt gerade für die kommenden Jung-Christen im Mai: Bitte Gewalttaten nur während der erlaubten Zeiten!

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6 Gedanken zu “Bürokratie meets Antiterror-Kampf”

  1. “klassische” Kampfbeschallung kenne ich nur aus dem Tegut-Supermarkt. Kann ganz schön nerven. Aber hält das wirklich Jugendliche ab?
    Andernorts werden ja hochfrequente Pieper eingesetzt, die ältere Menschen nicht mehr wahrnehmen (sollen), Jugendliche aber schon. ich bezweifle, ob das funktioniert. Denn meine Ohren sind mit deutliche über 30 Jahren noch so fit, dass mich das Gepiepse des Marder-Vergrämer unseres Nachbarn wahnsinnig machen könnte, während ich bei Jugendlichen eher den Eindruck habe, dass sie sich mit der Dauerbeschallung durch Musikhandys schon frühzeitig das Gehör (und den Musikgeschmack) ruinieren.
    (Diese lautsprechenden Musikhandys in den Händen pubertierender Jugendlicher finde ich überhaupt das Allerletzte … tragisch, dass da kein Mittel gegen in Sicht ist, außer Ganztagsschulen vielleicht.)

  2. Bitte nicht verwechseln, das trifft sich nur eine kleine Sekte. So eine Art Kirchen-Derivat, mit denen habe ich nix zu tun.

    Ich gehöre zu dem Anderen: Mein Provider hat seinen Einwahlknoten in einem Zwergstaat in Italien. :)

    Was die Handy angeht, geb ich dir Recht. Davon ab, finde ich beachtlich, dass ich mir Gedanken machen, ob MP3s mit weniger als 196kb wohl noch Hörgenuss sind und da quäkt 32kb-Gequake aus dem 0,5” Lautsprecher.

  3. Ja, das verstehe ich auch nicht: aus diesen Handys kommt doch nur ein undefinierbares Gezischel. Von “Musik” im eigentlichen Sinne kann da nicht die Rede sein. Aber die Funktion ist ja eigentlich auch eine ganz andere: es dient der Identifikation. Genauso, wie mit einem Turnschuh einer bestimmten Marke oder einem T-Shirt eines bestimmten Labels zeigt der Jugendliche damit: seht, ich höre diese saucoole Band, und zähle mich zu dieser oder jener Gruppierung. Der eigene Hörgenuss ist dabei zweitrangig. Und das Schlimme dabei ist: wir waren auch mal so!

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