Ende eines Bass-Blogs – Teil 1

Ich bin ja der festen Überzeugung, dass Blogs eine mehr oder minder berechenbarem Lebenszyklus folgen.

Erstellen -> Aufbauen -> Verkaufen

Aber Scherz bei Seite:

1. Die Idee

Wie immer geht es los, man hat die Idee “Ich will auch einen Blog!“. Ich bin sogar der Meinung, dass da weniger die Überlegung “Ich will bloggen!” im Vordergrund steht. Einen Blog haben ist en vogue.

2. Umsetzung

Webspace, Domain hat man vielleicht noch und WordPress kann jeder in 5 Minuten installieren, wer´s nicht kann geht zu Blogspot. Dann wird richtig spaßig: Template suchen oder basteln, sich mit PlugIns beschäftigen. An dieser Stelle ist man als angehender Blogger meistens im Rausch der Möglichkeiten. Die Idee pumpen das Adrenalin hoch. Alles ist so einfach und so toll.

3. Die Startphase

Der erste “Hallo Welt!”-Beitrag wird gelöscht und der “Ich fange mal an”-Artikel kommt. In den meisten Fällen erzählt der Blogger etwas über sich und/oder wodrum es im Blog so gehen soll. Okay, das liesst noch keiner, aber die Motivation ist auf einem Level der Unverwundbarkeit (Literarischer Godmode).

4. Erweiterte Startphase

So, der Anfang ist gemacht, nun kann es also weitergehen. Die Welt weiss nun alles über mich, also kann ich die ganzen Ideen umsetzen. Ergo es werden weiter (meist sogar gute) Artikel verfasst, entweder ganz allgemein über das Kernthema oder über irgendetwas, was dem Autoren besonders am Herzen liegt. Beides ist gut, solange es wirklich echter Inhalt ist und nicht die 35. Wiederholung aus dem Wikipedia-Programm ist. Mit etwas Glück hat man mittlerweile auch schon mal ein paar Kommentare von Freunden.

5. Frustphase

“Warum passiert nichts?” So ziemlich jeder erfahrenere Blogger kann davon ein Liedchen singen. Man tippt sich die Seele aus dem Leib, aber irgendwie scheint das kein Schwein zu lesen. Nichts gegen die Freunde und Bekannten, die sich zum Kommentieren hinreissen lassen, aber wollte man nicht eigentlich der ganzen Community etwas zu sagen haben?

6. Schlussphase

Die Phase bedeutet für viele Blogs das Ende. Nach wenigen engagierten Artikeln, versandet das Blog im Nirvana der Blogosphäre. Schade eigentlich, denn zumeist liegt dieser Entscheidung eine Irrglaube zu Grunde.

Es gibt wohl grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Ende oder Weitermachen. Dazu werde ich aber die Tage mehr erzählen. Sowohl über den erwähnten Irrglauben, als auch über mögliche Fehler im Vorfeld, bzw. was man so machen könnte, um es besser zu machen.

Wer es bis hierhin geschafft hat (“Glückwunsch”), fragt sich vielleicht noch warum ich über das Thema Schwafeln muss. Die schlichte Antwort:

Ich finde zu viele Blog-Leichen im Internet. Auf der Suche nach Artikeln, News und Ideen suche ich gerne nach Bass-Blogs. Hier mal drei Beispiel, die es wohl leider nicht geschafft haben, bzw. seit geraumer Zeit still sind:
Four-Strings-Basslessons († 6. Juli 2008)

Boober Bass-Blog († 20. Dezember 2008)

Markus Kroell’s Kontrabassblog († 6. September 2008)

4 String († 11. Novemer 2008)

Bildquelle: Fugue
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6 Gedanken zu “Ende eines Bass-Blogs – Teil 1”

  1. Mann, hast du mir einen Schreck eingejagt – ich dachte schon, du hörst auf…

    Zu deinen Blog”leichen”: Ein Blog, das mal einen oder zwei Monate nicht aktiv ist, würde ich noch nicht als tot bezeichnen – ist mir in der Vergangenheit schließlich auch schon passiert. Aber vielleicht lässt sich durch diesen freundlichen Stupser ja das eine oder andere Blogdornröschen wecken :-).

  2. Hey,

    schön das mein Blog bei Dir auftaucht!
    Aber wie Du an meinem Kommentar erkennen kannst ist, mein Blog noch nicht tot. :-)

    Vielleicht mal folgendes zu meinem Blog:
    1. Meine “Geschichte” (von Gestern bis Heute) erzähle ich ja rückwirkend und damit auch nie mit einem aktuellen Datum. D.h. es gibt bestimmt immer wieder etwas Neues bei mir, aber der Zeitstempel ist halt nicht aktuell (es ist ja auch alles in der Vergangenheit geschehen).

    2. Nicht jeden Tag passiert etwas in meinem “Basserleben” das ich auf meinem Blog verarbeiten möchte. Und so kann passieren, dass zwichen den Berichten immer einige Tage oder auch Wochen liegen. Hinzu kommt, dass es auch immer eine weile dauert bis ich die Noten, usw. ausgearbeitet habe. ;-)

    Abschließend möchte ich mich Christians Meinung anschließen: “Ein Blog, der mal einen oder zwei Monate nicht aktiv ist, würde ich noch nicht als tot bezeichnen”!!!

    In diesem Sinne, weiter so und immer mal wieder bei mir vorbei schauen und gerne auch Kommentare hinterlassen… :-)

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