Brot und Basser

Bassic
Sam ist Betreiber der Bassplattform Bassic und plaudert hier einfach mal über einige Erfahrungen mit dem Basservolk in den letzten 9 Jahren.

Ein Hobby
Mein täglich Brot kaufe ich mit einem regulären Gehalt. Daneben betreibe ich seit 1999 die Plattform Bassic. Das ist keine Entschuldigung an die Adresse der Wenigen, die diesen Hintergrund nicht verstehen. Diese Tatsache bestimmte aber die Ausrichtung von Bassic von Beginn weg – und bis heute. Gut so.

Eine Diplomarbeit
Ich gebe zu: als ich Bassic für meine Diplomarbeit im Jahre 1999 baute, war ich selbst erstaunt über die Maximalbewertung, die ich dafür erhielt. Es war der erste Lehrgang als “Webpublisher SIZ” und wir belächelten die selbsternannten “Experten” etwas. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass knapp 9 Jahre später Tausende von Bassisten sich auf meiner Abschlussarbeit tummeln würden. Und mit dem ganzen Tumult einen Server nach dem anderen überfordern würden.

Ein Groove
Die ersten paar Benutzer. Nicht viel los im Bassic-Land. Da drängte sich das Bedürfnis überhaupt nicht auf, als “Vater” oder “Polizist” mit Allmacht, Allwissenheit oder Kontrollgeist zu glänzen. Dieser Groove ist – trotz einiger Zwischenfälle (darunter eine heftige Schlammschlacht zur korrekten Verwendung des Begriffs “Groove”) – bis heute so geblieben. So simpel ist das. Ich kann keine Redaktion bezahlen, kein Aufsichtsgremium, bin verheiratet, bin Bassist, relativ unsportlich und habe andere Engagements – eingegriffen wird nur in äussersten Notfällen. Das Vertrauen ist fast nie enttäuscht worden. Ich bin überzeugt – dieser Weg macht den Bassic-Charakter aus, falls es sowas gibt.

Eine Diskussion
Ab und zu werden Stimmen laut, ich solle doch diesen oder jenen Thread löschen. Oder bestimmte Kritik an Produkten entfernen. Meine Richtlinie ist da aber: ein Hersteller sollte dankbar sein um berechtigte Kritik. Und damit gefälligst sein Produkt verbessern. Meinungsverschiedenheiten zwischen Einzelpersonen gehören zum On- und Offline-Leben. Genau daraus lernen wir doch am meisten. Die Plattform ist keine homogene, harmonische Sphäre – dafür müssten in der Tat Moderatoren hin.

Eine lebendige Community
Konsequenzen dieses Weges gibts natürlich. Mitglieder melden sich ab, weil sie mit Kritik nicht umgehen können. Sich angegriffen fühlende Hersteller machen sich aus dem Staub, es gibt Streit, Leute stören sich an gewissen Diskussionen. Schade, zum Teil – aber alles durchaus tragbar.

Geprägt vom Bassitencharakter
Auf der anderen Seite bin ich selbst erstaunt darüber, dass ohne harte Regierung die Website und auch die meisten Diskussionen darin gesittet geblieben sind – und habe keinen Grund anzunehmen, das sich das ändern sollte. Diese Erfahrungen haben mitgeholfen, mich davon zu überzeugen, dass sich Musiker anhand ihres Instruments charakterisieren lassen. Bassisten sind in der Band und auch daneben: verbindende Gesellen.

Groove on, Basservolk, stay low.
Gruss, Sam.

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3 Gedanken zu “Brot und Basser”

  1. Danke für deinen Beitrag. Wirklich erstaunlich, dass es derartige “Selbstreinigungskräfte” innerhalb des Forums gibt. Wobei da die entsprechenden Spam-User teils böse angegangen werden.

    Ich hoffe mal auf weiter Gastbeiträge von Dir, schliesslich ist das neue “Bassic-TV” eine echte Neuheit.

  2. hey sam, super beitrag! ich liebe bassic und bin froh dass du mit dieser community eine kleine aber feine welt für bassisten ins leben gerufen hast – danke! keep the low-end high …monsterbazz

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