Karfreitag – Leonidas, eine E-Bass-Legende

Das Kar aus dem Karfreitag leitet sich ab von Kara, was so viel wie Trauern oder Klagen bedeutet! Was lernen wir daraus? Ich hab während meines Theologie-Studium viel unnützes Wissen angehäuft. Nun aber ehrlich, wer ist Leonidas und was hat er mit den Osterfeiertagen zu tun? Streng genommen nichts, aber mit dem heutigen Datum, dem 21. März, den es ist sein Todestag. (Kommt das Thema in letzter Zeit zu oft?). Ich rede natürlich von niemand geringerem als Clarence Leonidas “Leo” Fender.

Leo Fender

Es ist ja nicht zu leugnen: Hätte er im Jahre 51 nicht die technologischen Fortschritte im Gitarrenbau auf den Kontrabass übertragen, hätte es wer anders gemacht. Nichts destotrotz ist er der Erfinder des modernen E-Basses, dem berühmten Fender Precision Bass. Precision deshalb weil er präziser war als der Kontrabass, den er hatte standardmässig Bünde, das wurde auch schon beim großen Vorbild versucht, aber hat sich nie durchgesetzt. Jahre später rupfte ein Bassist die Dinger wieder aus dem Griffbrett, aber das ist eine andere Geschichte…

Als Gründer von Fender verlor er im Jahre 65 aufgrund einer schweren Krankheit seine Firma an CBS. Echten Fan zu folge, kann man seit dem Fender vergessen, was für bestimmte Jahrgänge ja auch stimmt. Weniger bekannt ist, dass Leo auf Gründer von MusicMan und in folge G&L (=George & Leo).

Achja, Leo konnte weder Bass noch Gitarre spielen und weigerte sich auch standhaft es sich beibringen zu lassen, er war halt Techniker, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Danke, Leo!

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4 Gedanken zu “Karfreitag – Leonidas, eine E-Bass-Legende”

  1. Ich bin kein Fenderfreak, aber es gibt ja diese einteilung in Pre- und Post-CBS.
    Die späten 70er Jahrgänge sind zum Beispiel schlechter gewesen. Ich hab schon drei 76er (mein BJ) angespielt und die waren alle nicht wirklich toll.

  2. Der erste E-Bass war der Precison nicht. Da gabs in den 30ern schon irgendwas in der Art. Sehr wohl aber der erste erfolgreiche.
    Ob der gute Leo 1950 geahnt hat, dass er mal zu einer Halbgottheit erhoben wird? Er hatte lediglich ein Instrument entwickeln wollen, dass man in billiger Großserienfertigung herstellen konnte. Austauschbare maschinell gefertigte Einzelteile die man beliebig kombinieren kann. Er war der Henry Ford des Instrumentenbaus. Er hätte sich wahrscheinlich im Traum nicht ausmalen können, dass es heute, fast 60 Jahre später, Leute gibt, die den Gegenwert eines Kleinwagens für eine seiner simplen Telecaster ausgeben. ;-)

    Leo, du hattest einfach den richtigen Gedanken zur richtigen Zeit!

    Mir hats ja eher seine zweite Firma angetan… :-)

    Groose Wölfi

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