Testbericht: Bass-PC-Interface Behringer Guitar-Link UCG102

So! Nachdem ich den Review des Behringer Guitar Link ja eigentlich schon vor geraumer Zeit angekündigt habe, will ich meinem Versprechen nun auch mal nachkommen. Bevor jemand mault, nein, ich bekomme keine Provision von Behringer :p

Die Bestellung

Eigentlich wollte ich das Teil ja über meinen Lokaldealer bestellen, da ich nur wegen 2 Euro Ersparnis nicht unbedingt auf das Internet angewiesen sein muss, dadurch werden die Kleinen ja auch nicht zahlreicher. Ging aber leider nicht, da Behringer die Mindest-Umsatzgrenze auf 15.000 € festgelegt hat, das erreicht kein Fachhändler. Schade. Nach kurzer Recherche fand ich das Teil unter anderem bei hardwareversand.de, Rock Shop oder Musik Store. Kosten so um die 45 Euro zumeist ohne zusätzliche Versandkosten (ausser beim hardwareversand). Bestellt hab ich dann beim “Großen T“, denn da hab ich schon einen Account.

Das Ganze per Vorkasse,Überwiesen habe ich am Donnerstag, erhalten habe ich die Ware dann am Samstag, ständig informiert wo sich gerade meine Bestellung aufhält, coool!

Die Installation

Plug und Play? Da bin ich ja mal gespannt! Also, die kleine Maus angestopselt und den Rechner hochfahren. Da das Handbuch von den windows-eigenen Treibern abrät, lege ich die mitgelieferte CD ein und warte. Nix! Liebe Leute von Behringer, habt ihr schon mal was von Autorun oder einem Installationsmenü gehört? Augenscheinlich nicht, sämtliche Treiber, Handbücher und Software wurde lieblos auf die CD geklatscht. Dann eben selber! Ich fange mit dem Treiber an. USB raus, USB rein. Läuft! Handbücher? Leider nicht für die mitgelieferte Software, sondern nur für die iAXE und das UCG102. Sinnfrei, da die eh dabei liegen. Dann folgt noch die völlig problemfreie Installation von

Da ich keine Ahnung von Homerecording habe und mir die wirklichen teuren Vorbilder Cubase und Guitar Rig 2 weder kaufen noch irgendwie anders besorgen will begnüge ich mich mit dem was dabei ist. Testweise hab ich noch die Guitar Rig 2 Demo gezogen, denn die beinhaltet ebenfalls Bass-Amps. Welche Beschränkung die hat, habe ich bislang nicht herausgefunden.

USB-Interface im Härtetest

Dann wollen wir mal.Bislang habe ich nur versucht direkt über den Line-In des PC einzuspielen, da beschert aber gigantische Latenzen und einen Minimalen Pegel. Ergo es ist selbst für einen Demotrack um den Bandkollegen was zu zeigen unbrauchbar. Als erstes versuchen wir uns an der Guitar Rig 2 Demo. Nachdem man den Programmen klargemacht hat, dass man für Aufnahme und Wiedergabe den ASIO-Treiber verwenden möchte kann man eine niedrige Latenz einstellen. Ich hab mich für 4 und 9ms entschieden, was auf meiner alten Kiste gut funktioniert.

Ja! Das ist Småland für Musiker! Einfach zusammenklicken was man braucht – und wenn es 32 Boxen und 15 Effekte sind – und los. Über die Vor- und Nachteile der drei mitgelieferten Software-Pakete schreibe ich wohl später mal mehr, dann das ist umfangreich. Nicht unerwähnt bleiben soll mein erster Schock in der Abendstunde. Ich hatte gelesen, dass die Amp ein authenisches Rauschen besitzen, aber das fand ich doch etwas viel. Beim Wandern im Zimmer stellte ich aber doch schnell fest, dass ich vergessen hatte, dass sich Single-Coil-PU nicht mit einem 19´´Röhren-Monitor verstehen. Wenn man aber gut 2m Abstand hält erledigt sich das fix.

Das Interface selber ist recht klein und im typischen Laptop-Format, so dass es auf jedem Schreibtisch oder jeder Tasche Platz finden sollte. Das Kabel hat auch genau die richtige Länge, nur dass natürlich das schwere Instrumentenkabel immer die viel leichtere Maus vom Tisch zeiht. Fraglich wielang das USBKabel das mit macht. Schön ist auch dass man Eingangs- und Ausgangspegel direkt am Interface einstellen kann.

Fazit!

Für alle Einsteiger in die Materie “Homerecording” ist dieses Interface nur zu empfehlen, da es ausser der nötigen Hardware auch gleich eine gute Software-Sammlung mitliefert! Herzstück ist der Multi-Spur-Recorder Kristal, der im Gegensatz zur Profi-Software Cubase auch ohne Studium zu bedienen ist. Von hier werden auch per VST-Plugin alle Eigenschaften des Guitar Rig gesteuert. Zum Abschluss jagt man dann seinen Song ggf. noch durch die mitgelieferte Freeware Audacity und schon steht ein wirklich hörbarer Song bereit. Da das Interface nichts anderes ist als ein Analog/Digital-Wandler kann man es auch nutzen um damit komplette Songs inkl. Gesang und Drums in den PC zu bringen.

Einziges Minus, wenn auch vielleicht ein gefühltes Minus ist, dass ich glaube, dass mein Windows seit der Installation wesentlich länger braucht um hochzufahren!
Der Behringer Guitar-Link wurde auch schon in der Ausgabe des Soundcheck 7/2007 getestet. Das kann man sich als PDF herunterladen. Unter Umständen muss man sich vorher registrieren.

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12 Gedanken zu “Testbericht: Bass-PC-Interface Behringer Guitar-Link UCG102”

  1. servus,
    danke für deinen beitrag hab den test gelesen und mir darauf hin das interface gekauft, da ich seit längerem schon auf der suche nach nem -für mich passenden- audiointerface (vorwiegend um bass einzuspielen) war. ich hatte schon verschiedene gekauft, durchgetestet und wieder verkauft. entweder waren die sounds zu steril, zu “chemisch”, oder nur für bass oder nur für gitarre, oder zu teuer um es nur mal zu “testen”, oder mein laptop hatte “kein bock soviel zu rechnen” -das faule stück -;)
    wie gesagt, hatte deinen test gelesen und war echt neugierig drauf.
    (dacht mir, 45 euro sind nicht die welt, bei nichtgefallen kann ich es ja wieder bei ebay “entsorgen”-what ever ;)
    fakt ist, dass ich es nicht mehr hergeben werde weil ich es echt top finde. brauchbare soundmöglichkeiten und ampvarianten, einfach zu bedienen (auch ohne erst die anleit.zu lesen) und das wichtigste -es macht gleich von anfang an spass damit zu spielen, zu den samples zu jammen, aufzunehmen usw. -ohne viel einrichten oder konfigurieren zu müssen.
    das einzigste was ich nicht so gut finde ist, dass man nur einen amp “behalten”kann.
    trotzdem nochmals danke für deinen test, war für mich wertvoll.
    ne menge spass für wenig kohle (bei dem preis da bleibt sogar noch was für meine freundin übrig- ein paar schuhe?? klar- badelatschen oder flip flops- mann muss es ja nicht gleich übertreiben, zu dem hab ich da letztens nen bass gesehen und……..

  2. Hi, echt super Test und ich hab mir das Gerät auch zugelegt allerdings hab ich bei der Zusammenarbeit mit den Amp Programmen wahnsinnig komische Geräusche (kein Effekt). Es kommt so eim merkwürdiges zittern was dann immer leiser wird. ist auch etwas trommelnd, nur ganz leich! Ihr seht komisch. Hab schon alles mögliche ausprobiert. Andere Programme, andere Gitarre, Kabel getauscht, anderere PC aber immer das selbe Problem. Ist aber nur bei den Programmen (Also Guitar Rig oder die mitgelieferten Programme von Native Instruments). Wenn du ne Ahnung hast wäre ich absolut glücklich. Danke im vorraus…

  3. Das klingt nun wirklich etwas absonderlich. Also das Problem tritt nur auf, wenn du das Interface zusammen mit der mitgelieferten Software verwendest, aber nicht wenn du andere Programme verwendest?

    Hast du vielleicht irgendwelche Software im Hintergrund laufen, die stört? Aber wenn das auf verschiedenen PCs auftritt ist das unwahrscheinlich.

  4. Aja, versuch mal etwas mit den Latenzen zu experimentieren, das kann schon ganz erstaunliche Auswirkungen haben. Aufnahmen mache aber generell Clean und setze dann erst im Nachhinein die Effekte oben drüber.

  5. Ok ich werd es mal probieren. Ich danke dir schon vielmals für die Hilfe.. Wenn ich was raus bekommen habe. Werd ich es dir mitteilen. Will ja eigentlich nur erst Mal rumexperimentieren also zur ersten Aufnahme ist noch ein langer Weg. Bis dahin…

  6. Der Bericht ist sehr gut, danke dafür. Ich hatte nur zuerst Schwierigkeiten, Euren RSS-Feed zu in meinen Reader zu laden. Geschieht das anderen Lesern ebenfalls? Egal, wenigstens hat es dann funktioniert, wird sich zeigen, ob der Feed funktioniert wie er soll wie er soll.

  7. Behringer wird oft zu unrecht schlecht gemacht. Gerade auch für Anfänger muss es nicht gleich ein Audiointerface in dreistelliger Höhe sein um selbst semiprofesionelle Aufnahmen hin zu bekommen. Kauft sich ja auch kein Anfänger gleich eine 3.000 Euro teure Gitarre, außer er verdient dementsprechend ;)

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