CD-Vorstellung: Ralf Gauck – Fields of Gold (Sting)

Fields of GoldWer in letzter Zeit mal Gitarre und Bass oder den Bassprofessor gelesen, kam ja kaum drum rum etwas über Ralf Gauck zu erfahren. Mit seinem riesigen Akkustikbass der Marke Stoll liefert ja auch prächtiges Bildmaterial ab.

Auf der aktuellen CD “Fields of Gold” liefert Ralf insgesamt 10 Titel ab, davon neun mit Interpretation des gerademal wieder tourenden Sting und eins aus eigener Feder.

Ich will einfach mal drei Titel vorstellen, denn im Endeffekt muss sich ja sowieso jeder selbst ein Bild machen, ob ihm das gefällt oder nicht. Vorstellen möchte ich die bekannten Titel “Fragile” und den Klassiker “Englishman in NewYork” sowie “Zwischen den Jahren”, welches halt aus eigener Feder (Ralfs) stammt.

Der Klassiker “Englishman in New York”

Es ist ohne Frage beeindruckt wie Gauck dem Akkustikbass die Percussions entlockt. Dann setzt die Stimme ein, natürlich auch vom Fretless, den ausser dem Bass gibt es auf der gesamten CD nix zu hören. Ich denke mal die Mischung machst, sowohl die Treue zum Original als auch die eigene Umsetzung. Vom Sound hat man wirklich das Gefühl man würde direkt mit im Studio stehen, toll abgemischt (vom schwedischen Altmeister Jan Erik Kongshaug). Augenscheinlich wurde weitgehend darauf verzichtet die Sound zu “verbessern”, sodass der akustische Grundsound erhalten bleibt.

Mit über fünf Minuten kann man diesem Titel schon gewisse Länge nachsagen. Das ist wohl auch sein größtes Problem, er rauscht so im Hintergrund dahin und plötzlich sieht man sich schon dem Ending gegenüber.

Fretless pur! “Fragil”

Von Sting mag ich das Stück sehr gerne egal in welcher Version, deshalb hab ich natürlich auch hohe Ansprüche. Wow, hier wird der Fretless voll ausgespielt, das würde ich gerne auch sehen können. Schade das gerade der Aufgang und der Refrain etwas träge wirken, die eingestreuten Double Stops bremsen den Fluss einwenig. Naja aber wie solls auch sonst mit nur einem Instrument gehen. Dafür findet das Stück aber eine sehr gefühlvolles Ende. Schöööön!

Was neues “Zwischen den Jahren”

…das ist für mich ja zwischen Weihnachten und Silvester. Da bin ich ja mal gespannt. Und ja es hat schon was besinnliches und ruhiges. Wie halt dieses in der Luft hängen zwischen den Jahren. Ralf Gauck zeigt an dieser Stelle wie enorm gefühlvoll er die Töne aus dem Bass kitzeln kann. Erste Sahne! Sowas könnte ich mir toll vorstellen: Abends, Sofa, Flasche Rotwein und abschalten. Herrlich! Wo ich vorher noch gesagt hätte, naja mit etwas Übung…, hier spielt ein Meister seines Fachs!

Fazit!

Ralf GauckMan sollte wissen, solange ich Musik machen und schon vorher war ich ein absoluter Fan von Sting und The Police, und vermutlich hat mich dieser Stil auch gepägt. Mit entsprechend hohen Erwartungen hab ich natürlich auch in die CD reingehört. Naja, überzogene Erwartungen werden meistens enttäuscht. Die Interpretationen sind toll, der Sound ist super, aber dieses “Das will ich nochmal hören” fehlt einfach. Wie schon viele Solo-Bass-Scheiben überzeugt “Fields of Gold” durch absolut saubere Technik und Ausführung, dafür mangelt es dem Bass aber leider einfach an Breite. Nicht das ich was gegen Bässe als melodietragendes Instrument hätte, ein Jeff Berlin macht tolle Musik, aber er verzichtet dabei auch nicht auf die Band im Hintergund.

Am besten gefallen hat mir wirklich das letzte Stück der Scheibe “Zwischen…”. Wäre die ganze Scheibe so aufgenommen, mich würde es nicht stören. Eine Highlight! Ich werde es wohl mal mit der ersten CD von Ralf probieren “Zauberwasser“. Diese ist leider nicht bei Itunes erhältlich.

Wer sich selber man ein Bild machen will, und das sollte jeder selber tun, der kann einfach mal in die CD reinhören. Jeweils gut 45 Sekunden kann man sich anhören im Itunes-Shop, oder bei Wonderland Records.

Ein Hinweis nochmal am Rande: Mit meiner Meinung stehe ich zumindest was die Fachpresse angeht ziemlich alleine da.

:)

De Bass-Blogga

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3 Gedanken zu “CD-Vorstellung: Ralf Gauck – Fields of Gold (Sting)”

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