Bass-teln I : Der lockere Gurtpin

Das übliche Elend ! Cooler Abend, geile Probe, es “groovt wie Sau”. Plötzlich die unfreiwillig komische Einlage des Bassers aus der Ecke. Der Bass strebt gnadellos in Richtung Erde – sch**ss Schwerkraft… Okay gerettet. Aufgefangen mit dem Knie, jetzt kann man sich entweder höfflich verbeugen und im knien weiterspielen oder man macht die Ian Anderson-Figur und spielt auf einem Bein stehend…

Naja, wollen wir es garnicht so weit kommen lassen ! Hier ein einfacher und vermutlich recht verbreiteter Tip zum Reparieren des Gurtpins :

Wenn sich der obere Gurtpin von Probe zu Probe weiter lockert und auch durch Anziehen der Schraube keinen wirklich Halt mehr bekommt, ist es an der Zeit hier auszubessern, bevor der Pin endgültig ausreisst. Die Arbeiten sind eigentlich schnell zu erledigen.

1) Gurtpin entfernen und bei der Gelegenheit aus überflüssigem Filz eine Unterlegscheibe basteln.

2) Streichholz in das zu große Loch einführen und mit dem Messer auf entsprechnde Länge bringen. Kann bei Bedarf eingeleimt werden, würde ich aber von abraten.

3) Schraube wieder reindrehen – Sollte halten.
Zeitaufwand : ~ 5 Minuten

Kostenpunkt : -

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10 Gedanken zu “Bass-teln I : Der lockere Gurtpin”

  1. Also, ich bevorzuge ein wenig Ponal – Schraube rein, trocknen lassen, dann hälts bis zum nächsten Rausdrehen (verklebt aber normalerweise die Filzdinger, sofern vorhanden).

    Die Schraube lässt sich problemlos wieder lösen, tut es aber nicht von allein.

    Gruß Rolle
    der Spitzfindige mit “nicht nur” Bass ;)

  2. “also das streichholz ist meiner meinung nach die beste, billigste und schnellste moeglichkeit fuer sowas.”

    Hält aber nicht ewich und reisst irgendwann wieder aus. Das Holz ist schlicht zu weich! Dann nimm lieber die kleinen hözernen Rouladenspiesse – die sind wesentlich haltbarer.

  3. So man hat eignet sich auch ein Stückchen Fensterkitt ;) Ich hatte gerade noch welchen da als der Gurtpin meines frisch-gestylten Basses nicht mehr halten wollte. Kitt in Loch, Schraube durch Kitt, hält bombenfest. Okay… ich habe keine Ahnung, ob man sie wieder rausbekommt, aber das muss ja auch nicht.

  4. Für ein oder zwei Proben mag das angehen, aber eine dauerhafte Lösung ist das nicht. Besser ist es das Loch mit einem scharfen (!) Bohrer sauber aufzubohren, einen passenden Hartholzdübel (z.B. Buche) einzuleimen, bündig schleifen und dann ein neues Schraubenloch in den Dübel zu setzen. Damit er sauber verdeckt wird, sollte der Dübel einen etwas kleineren Durchmesser als der untere Teil des Gurtpins haben.

  5. Einfach mal ‘ne längere Schraube nehmen?
    Eine professionelle Lösung: Im gutsortiertem Schraubenhandel gibt es Gewindehülsen (aussen grobes Holzgewinde / innen metrisch z.B. M4) also erst einmal das alte Loch aufbohren (1mm kleiner als die Hülse) dann die Hülse einschrauben und darin dann die Gurtbefestigung mit einer M4 Senkkopfschraube befestigen……stabiler geht’s nicht.

    Man kann (habe ich so gemacht) auch anstelle der Gurtbefestigung einen “TENAX” Knopf einschrauben (ist eine Art Druckknopf) das 2. Teil in den Gurt schrauben (ist Mehrteilig) und so hat man eine Gurtbefestigung die mit einem Handgriff den Gurt löst oder befestigt ohne dass der Gurt (bzw. das Auge) ausleiert.

    Tenaxknöpfe gibt es bei jedem Autosattler.

    Rockige grüße aus Bremen
    Jogi

  6. Ich habe früher ebenfalls die Streichholz/Zahnstocher/Holzdübel-Methode benutzt, die allerdings nur vorläufige Abhilfe schafft. Inzwischen nehme ich Sekundenkleber, der möglichst tief in die Bohrung hineinfließen muß. Mit einer Stecknadel o.Ä. sollte man ihn gut verteilen. 1-2 Tropfen reichen oft schon aus, nimmt man zuviel, geht die Schraube manchmal fast schon nicht mehr rein.
    Der Sekundenkleber ‘härtet’ das vorhandene Gewinde im ansonsten relativ weichen Holz. Diese Methode eignet sich übrigens für (fast) alle Schraubenlöcher, z.B. Halsbefestigung, Pickguardschrauben, etc…

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